Aurélia Georges gewinnt Debüt-Wettbewerb
Die Jury hatte es nicht leicht: die acht Beiträge des Internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerbs für Regisseurinnen waren sehr unterschiedlich, inhaltlich wie formal – von der Kriegsparabel über das Road Movie bis zur Literaturverfilmung. Die Wahl fiel auf L’homme qui marche der französischen Regisseurin Aurélia Georges. Sie erhält den mit 10. 000 Euro dotierten Preis im Internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen und nahm den Preis am Abend bei der feierlichen Preisverleihung im Filmforum persönlich entgegen.
Die Jurymitglieder Dr. Barbara Buhl (Köln), Prof. Dai Jinhua (Peking) und Nina Menkes (Los Angeles) begründeten ihre Entscheidung wie folgt:
„L’homme qui marche ist das eigenwillige filmische Portrait eines unbekannten Autors aus zeitgeschichtlichem Blickwinkel. Das Drehbuch, der Hauptdarsteller, die Kameraführung und der Schnitt arbeiten in aufrichtiger und ökonomischer Weise zusammen und kreieren ein überzeugendes und detailgenaues Werk über den Lebensweg eines erfolglosen Künstlers, der zunehmend den Kontakt zur Gesellschaft verliert.“
Eine lobende Erwähnung geht an die niederländische Gesellschaftskomödie Maybe Sweden von Margien Rogaar. „Durch seine herausragende Regie, das Zusammenspiel des Ensembles und eine spannende dramatische Struktur so wie dem Einsatz von scharfem Humor gelang es, einen starken und politisch relevanten Film herzustellen“, urteilte die Jury.
Der von der Zeitschrift “Choices” gestiftete Publikumspreis ging an Kim Massée für “Cowboy Angels”. Der Publikumspreis ist mit 1000 Euro dotiert.
Die beiden Siegerfilme laufen am Montag bzw. Dienstag im Metropolis.
Für das Foto bedanken wir uns bei Guido Schiefer.
Tags: Metropolis, Wettbewerb
Der Beitrag wurde am Sonntag, den 27. April 2008 um 19:37 Uhr veröffentlicht und wurde unter Inside Festival abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.