Woman See Lot of Things
26. April 2008 Sabrina Peiffer
Anita, Chris und Mahade sind drei junge Frauen aus Westafrika, die ähnliche Schicksale erlebt haben. Alle drei waren Kindersoldatinnen in Sierra Leone und Liberia. Anita war freiwillige Soldatin und Krankenschwester der Armee. Sie verspürte den Drang zu kämpfen, nachdem ihr Vater und ihre Schwester im Krieg umkamen. Mahade – deren Name soviel bedeutet wie Woman See Lot of Things – wurde genau wie Chris entführt und in ein Zwangstrainingscamp verschleppt.
Nine matters and a question – ein etwas anderes Interview mit Tamae Garateguy
26. April 2008 Peer Hepp
Wir trafen uns mit Tamae Garateguy, der Regisseurin des Films Upa! Una pelicula argentina, in der Schenke des Hotels “Coellner Hof”. Was sie nicht wusste: Wir wollten ihr nur eine einzige Frage stellen. Davor musste sie uns aber noch nach Sigmund Freud’scher Art Rede und Antwort stehen. Wir nannten ihr ingesamt neun Begriffe, zu denen sie assoziativ antworten sollte: Den ganzen Beitrag lesen »
Auflösung zu Filmrätsel Nr. 3 – der Mann mit dem Müll
26. April 2008 Anna Lange
Damit unser Filmrätsel von Freitag noch ein bisschen schwieriger wurde, haben wir die Kopien der Festival-News durch einen miesen Kopierer gezogen – und es hat geklappt: Nicht nur, dass der Filmtitel bildlich hervorragend verschlüsselt war, es war dann auch noch kaum was zu erkennen. Kein Wunder, dass die Einsendungen etwa einen Wäschekorb weniger füllten als sonst. Was war auf dem Filmrätsel zu sehen? Ein junger Mann macht eine Handbewegung, ein Stück Papier befindet sich auf dem Weg zum Mülleimer.
„UPA! Una película argentina”
26. April 2008 Peer Hepp
Kein Film entsteht über Nacht und ohne jegliche Probleme. Aber dass ein Film auch eine Entwicklung ist, eine Unternehmung, in der nicht nur die Professionalität der Filmschaffenden auf die Probe gestellt wird, sondern auch die soziale Kompetenz aller Beteiligten, ist ein selten gesehenes Bild.
In UPA! Una película argentina beleuchtet Regisseurin Tamae Garateguy auf satirische Weise den Independent-Film. Fast schon dokumentarisch begleitet die Kamera die drei Protagonisten: den Regisseur Fernando, die Producerin Ailén und die Schauspielerin Nina.
Ladies, get the party started!
26. April 2008 Daniel Schlicht
Ab 23 Uhr fand in der Nacht von Freitag auf Samstag die Festivalparty im Club Elektra statt.
Zu elektronischen Beats feierten hier Regisseurinnen, BesucherInnen und MitarbeiterInnen des Frauenfilmfestivals – auf engstem Raum. Nahe dem Eigelsteintor war der Club die erste Location für Filmbesucher, die nach einer Vorführung in der Filmpalette noch etwas trinken gehen wollten.
Emanzipation auf Italienisch
26. April 2008 Christian Klemm
„Vogliamo Anche le Rose“ – Wir wollen auch Rosen. Tausende streikende Frauen aus den Textilfabriken Massachusetts haben 1912 mit dem Slogan „We want bread, but we want roses, too“, für ihre Rechte gekämpft. Alina Marazzi macht das Gleiche mit ihrem Dokumentarfilm.
Auf den Spuren der kreativen Tongestaltung
25. April 2008 Nicolai Helling
Nach zwei Tagen IFFF und einer Menge visueller Eindrücke stand am Freitag mal das Ohr als Sinnesorgan im Mittelpunkt. Genauer gesagt, die Vertonung von Filmen durch Geräusche, Klang und Musik. Über 15 TeilnehmerInnen besuchten den Workshop „Kreative Tongestaltung in der Postproduktion“ an der Kunsthochhochschule für Medien. Dabei beschäftigte sich die Gruppe mit Sounddesign im Film und dessen starken Einfluss auf die Zuschauer. Durch aktuelle KHM-Produktionen mit unterschiedlicher Vertonung und im Gespräch untereinander wurde gerade die Polarität von Bild und Klang deutlich. Die Filmbeispiele zeigten aber auch, dass man mit Tönen eine ganz eigene Dramaturgie erzeugen kann. Workshopleiterin Judith Nordbrock ist angestellte Toningenieurin in der Funktion als Filmlehrmeisterin an der KHM. Nach dem Workshop hat sie dem Festival-Blog ein Interview gegeben.
„Nur Gott kann den Regen stoppen”
25. April 2008 Johanna Chylewski
Ignat ist 60 Jahre alt. Er sitzt auf Holzbrettern auf dem Boden. Links von ihm liegen weiße Steine, rechts von ihm liegen weiße Steine. Seit vierzig Jahren sitzt er da und wählt sich Steine von einem Haufen aus, um sie auf den anderen Haufen zu legen. Das ist seine Routine und seine einzige Sicherheit. Nur der Regen, der ist sein Feind, denn der zwingt ihn dazu, seine Steine zu verlassen. Ignat hat das Down-Syndrom.
Was ist normal – was nicht? Die Cutterin von „Don’t get me wrong” im Gespräch
25. April 2008 Sandra Weinert
Ligia Smarandache hat den Film „Don´t get me wrong“, der am Freitag in der Filmpalette gezeigt wurde, geschnitten. Sie berichtete von den Aufnahmen in der rumänischen Psychiatrie. Dass sie überrascht gewesen seien über das Kindergarten-ähnliche Ambiente. Es sei ein riesiges Areal, auf dem circa 200 Patienten in verschiedenen Häusern untergebracht seien. Das Kamerteam war acht Tange lang Tag und Nacht für den Dreh vor Ort – auch zum Essen, auch zum Schlafen. Anfangs filmten sie noch alles, was ihnen vor die Linse kam. Im weiteren Verlauf kristallisierten sich dann die fünf Protagonisten heraus. Überrascht seien sie von der Zuneigung der Patienten gewesen, und auch davon, wie viel Verantwortung sie letztlich übernehmen. Soviel Nähe und Liebe habe keiner von ihnen dort erwartet.
„Marta hat ein Happy End” - Ein Interview mit Marta Nováková
25. April 2008 Agatha Zaradny
Marta Nováková ist eine junge, tschechische Regisseurin, die an der Filmschule Zlin studiert hat. Bei dem auf dem Festival gezeigten Film Marta handelt es sich um ihren Abschlussfilm und gleichzeitig ihren ersten langen Spielfilm. Marta ist eine zeitlose Geschichte über den Krieg. Jedoch sieht man von dem eigentlichen Krieg im Film nicht viel. Der kranke Vater und sein Sohn Marek wohnen versteckt in einer Waldhütte und ernähren sich von Tieren aus ihren Fallen. Marek hat sich bisher der Einberufung in die Armee entziehen können. Sein Vater könnte, bliebe er ganz auf sich alleine gestellt, nicht überleben.
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