Eine Zusammenarbeit von Studierenden der
Fachhochschule Köln und der Technischen Universität Dortmund
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Kleine Schwester Colonia

filmforum nrwKein roter Teppich, kein Sekt und keine laufenden Kameras. In diesem Jahr ist Köln – festivalmäßig – die kleine Schwester von Dortmund. Knapp zwölf Stunden nach Eröffnung des Frauenfilmfestivals in Dortmund wurde am Mittwochabend auch in Köln der erste Wettbewerbsfilm gezeigt.

Still und unspektakulär fand sie statt im Filmforum NRW im Museum Ludwig: die deutsche Erstaufführung des Wettbewerbsfilms Stella von Sylvie Verheyde. Ein feiner Film in einer feinen Location. Vor einer übersichtlichen Zahl von Zuschauern.

“Es hat sich noch nicht so rumgesprochen”, meinte Mitkuratorin Sonja Hofmann bei der Begrüßung der Zuschauer. Dass das Kölner Debut noch wenige Zuschauer fand, mag zum einen an der Uhrzeit, 18.30,  gelegen haben. Andererseits ist die Werbung für die insgesamt sieben Kölner Veranstaltungen bisher auch eher zurückhaltend. Plakate vom Festival sieht man im Stadtbild kaum und selbst rund ums Museum Ludwig hängt nur ein einziges: im Schaukasten des Filmforums NRW.

Enttäuscht ist Sonja Hofmann aber nicht vom ausbleibenden Besucherstrom zum ersten Film. Dortmund ist in diesem Jahr Festivalstadt. Dortmund steht im Rampenlicht – so soll es sein. Und vielleicht spricht sich in Köln ja doch noch rum, was es da alles bis Sonntag zu sehen und zu erleben gibt, im Off-Broadway und im Filmforum NRW. Ab Donnerstag werden zu den Filmen in Köln nämlich auch prominente Gäste erwartet:

  • am Donnerstag zu Knitting die Regisseurin Yin Lichuan,
  • zu God Man Dog die Sales Managerin Ramyn Choi,
  • am Samstag zu Alle Anderen die Regisseurin Maren Ade,
  • am Sonntag zu Mommy Is At The Hairdresser’s die Cutterin Dominique Fortin und
  • zu Wendy and Lucy die Kostümbildnerin Amenda Needham.

Ganz still und unspektakulär verlief die Filmvorführung von Stella übrigens nicht: Im Seitengang saß über 102 Minuten eine Frau auf einem Stuhl bei schwachem Licht,  mit einem Manuskript vor sich auf einem Hocker und redete leise. Die Frau heißt Albena Meißner und sprach Stella deutsch ein. Und sie tat das sehr gut, wie einige Zuschauer nach der Vorstellung befanden.

Dass man in Köln dieser Tage ganz besonderes Kino erleben kann, dass ein Hauch von Festivalatmosphäre rüberweht von Dortmund, hat sich noch nicht herumgesprochen. Darum: Weitersagen!

Einen Überblick über das Kölner Programm gibt es hier.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 23. April 2009 um 10:20 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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