Eine Zusammenarbeit von Studierenden der
Fachhochschule Köln und der Technischen Universität Dortmund
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Freiheit und Feminismus: Eine Position der Autorin Marlene Streeruwitz

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„Ich halte Feminismus ja für eine logische Entwicklung einer aufmerksamen Analyse, ich glaube, dass auch jeder aufmerksame Mann das ergreifen muss.Ich halte Feminismus, feministische Politik jetzt auch aufs Schreiben bezogen, für die grundlegendste Revolution und die einzige auch richtige, die unter der Eroberung von Würde eine natürlich anarchistische Utopie verwirklichen kann, in der jeder und jede selbst verhandeln lernt mit der Gesellschaft und sich selbst, in der Sicherheit, dass Würde zugestanden und gegeben und selbst hergestellt wird, und man leben und alle anderen Tätigkeiten ausüben kann. Das Ziel wäre, dass die Leben sich in Kunst auflösen und Kunst das wird, was gelebt wird, und damit wahrscheinlich die größtmögliche Form von Freiheit erreicht ist, die erreicht werden kann. Weil Freiheit für mich nur im Ausdruck bestehen kann und nicht in Zulassungen. Dass ich mit dem Mountainbike über jeden Berg fahren darf, das ist nicht Freiheit. Und da glaube ich, ist es jetzt in der Globalisierung die einzige Grundlage, alle anderen mitzudenken, ohne sofort in Unterdrückungsszenarien zu verfallen.“

Aus: Streeruwitz, Marlene/Moser, Doris: Interview. Doch., in: Günther A. Höfler, Gerhard Melzer (Hg.): Marlene Streeruwitz, Graz: Droschl 2008 (= Dossier 27), S. 11-26, hier S. 13.

Als Anregung vorgestellt von Tim Christmann

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 23. April 2009 um 13:47 Uhr veröffentlicht und wurde unter Thema Freiheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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