Eine Zusammenarbeit von Studierenden der
Fachhochschule Köln und der Technischen Universität Dortmund
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Auf der Walz

Eine poetische Geschichte über die Tradition der Wanderschaft

auf der walz “Auf die Walz” zu gehen, das ist ein jahrhundertealter Brauch, der früher für Handwerker eine große Bedeutung hatte. Denn jeder Geselle, der als Meister anerkannt werden wollte, musste zuerst einmal auf die Walz gegangen sein – für drei Jahre und einen Tag. Vom  Spätmittelalter bis zur beginnenden Industrialisierung war die Wanderschaft von allen Zünften vorgeschrieben. Die Gesellen sollten vor allem neue Arbeitspraktiken, Lebenserfahrung und fremde Orte, Regionen und Länder kennen lernen. Der Film von Julia Daschner erzählt die Geschichte einer Wanderung. Mit ihrer Kamera folgt die Regisseurin fünf Gesellinnen und Gesellen bei ihrer Wanderschaft durch Deutschland und andere europäische Länder.

„Ich unternehme meine Reise weder, um zurückzukehren, noch um ans Ziel zu kommen. Ich bin unterwegs, um unterwegs zu sein“ (Monloigne 1568).
Mit diesem Zitat startet der Film von der Regisseurin Julia Daschner. Daschner hat Nina, Tobias und drei andere Wandergesellen auf der Walz begleitet. Mit jeder ihrer ProtagonistInnen war sie einen Monat lang unterwegs.

Gleich nach ihrer Einführung als neue Mitglieder dieser “Familie” müssen Nina (als fremde freie Tischlerin) und Tobias (als fremder freier Zimmerer) ihren Heimatort verlassen für eine lange Reise durch Europa. Begleitet von älteren Reisenden,treffen die jungen Gesellen während ihrer Reise verschiedenen Menschen und Kulture. Sie sind bei der Suche nach neuen Herausforderungen,neuen Jobs. Jeder Geselle sucht seinem eigenen Weg aber auch in Zusammenhang mit den Interessen der Gruppe. Und trotz der Schwierigkeiten bleiben die Gesellen immer fröhlich. Sie singen, tanzen,triken Alkohol und noch singen. Sie sind bei der Suche nach dem absoluten Frieden…

Als Tradition müssen die neue Gesellen bei der Einführung als neuen Mitgliedern der “Familie” von ihren “älteren Leben” verabschieden. So muss Nina ihre Ohre durchlöschern lassen. Auch Tobias soll seine alten Kleidungen verbrennen lassen. Später sollen Nina und Tobias einmal über- und dann unter- einem Straßenschild springen. Nina und Tobias tragen jeder einen Hut und sind auch im Schwarzen gekleidet. Sie bezeichneten sich selbst als freier Menschen. Für die neue Mitgliedern ist die Innitiation längs noch nicht vorbei. Denn Sie sollen in Gruppen durch Europa reisen. Die ganz Wanderschaft gehört zu der Initiation der neue Gesellen. Sie besuchen verschiedenen Städte, Kulture und lernen verschiedenen Menschen kennen. Für die Gesellen ist die Wanderung nicht immer einfach. Denn es stand verschiedenen Konfliktsituationen. Nicht nur Konflikt zwischen traditioneller und moderner Technik des Handwerk,sondern auch kulturelle Konflikt. Zum Beispiel als die Gesellen aufgefordert sind mit ihren Gastgebern in einer Sprachen zu unterhalten, die für Sie völlig fremd sind. Sie verstehen sich kaum,auch mit Gesten und Mimiken.

Dieser Film finde ich sehr spannend. Denn es gewährt Aufmerksamkeit auf diese sehr schöne Tradition des Handwerk,die noch Heutezutage immer mehr Interesse der junge Männer und auch Frauen gewinnen kannt. Mit diesem Film zeigt uns die Regisseurin Julia Daschner die Arbeits- und Lebensweise der Gesellen bei der Wanderschaft. Hierbei kommen die traditionelle und moderne Regeln des Handwerk in Frage.

Das Kostüm der Schauspielern in diesem Film erinnere mich an “Desperado” der film von Robert Rodriguez mit Antonio Banderas. Doch hier tragen die Gesellen keine Waffen,sondern nur ihre Gepäck.

Die Qualität des Bild und Ton finde ich perfekt. Die Auswahl einer großen Kamera statt kleinen Digi-Kamera begrundet Julia Daschner als ihres Respekts für die Personagen.

Der Film wurde unter der Produktionsleitung von Anja Seibert und einer Dramaturgie von Ivan Morales Jr. gedreht. Begleitet ist der film von den wunderschönen Musik von Friedeman Von Rechenberg und Gerrit Lucas. Dieser Film wurde besonders von der Kunsthochschule für Medien Köln und der Filmstiftung NRW unterstützt. Der Film wurde auf 16mm Gedreht.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 24. April 2009 um 01:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Filmrezensionen abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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