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Festivaleröffnung im Odeon

Oberbürgermeister RotersNach langer Vorbereitung und vielen Mühen war es am Mittwochabend soweit: Das Festival konnte beginnen! Das Odeon war – wie bereits vor zwei Jahren – bis auf den letzten Platz besetzt. Das festliche Gedränge war sogar noch etwas größer als gewohnt: Der große Kinosaal ist durch den Umbau mittlerweile geschrumpft; wer nicht mehr hineinpasste, saß im zweiten, kleineren Kinosaal, dem Odeon 2. In diesen Saal werden die Eröffnungsreden wenig später übertragen.

Los geht es um 19:40 Uhr: Die Lichter im Odeon 1 gehen aus und das Internationale Frauenfilmfestival stellt sich stilecht in einem kurzen Trailer vor.

Nachdem das Licht wieder angegangen ist, betritt Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters die Bühne, der die Schirmherrschaft des Festivals in diesem Jahr übernommen hat. In seiner Rede stellt er sich und dem Publikum die Frage, was an einem Frauenfilmfestival so besonders ist. Eine genaue Definition oder Antwort findet er auf diese Frage zwar nicht, er will aber die Festivaltage nutzen, eine solche zu finden.
Stolz ist er als Oberbürgermeister der Stadt Köln darauf, dass Köln ein solch kulturelles und internationales Festival beherbergen darf. Roters zufolge arbeiten in Köln rund 100.000 Menschen in der Medienlandschaft im weitesten Sinne. Zudem haben zwei renommierte Schauspielschulen hier ihren Sitz. Um Nachwuchs und Produktionen zu stärken, arbeitet die Stadt Köln eng mit dem Land Nordrhein-Westfalen zusammen.
Roters lobt außerdem das Schulfilmprogramm des Festivals, da dadurch Kindern und Jugendlichen schon früh der Umgang mit dem Medium Film gezeigt werde. Demnach würden sie als Erwachsene den Unterschied zwischen guten und weniger guten Filmen eher kennen. Zum Schluss seiner Rede dankt er noch den OrganisatorInnen des Festivals, dass sie dieses auch in diesem Jahr so engagiert organisiert haben. (Diana Dittrich)

Dr.Marion Gierden-JülichAls nächste tritt die Staatssekretärin für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Dr. Marion Gierden-Jülich, ans Mikrofon. Sie betont, dass das Internationale Frauenfilmfestival Regisseurinnen aus aller Welt eine Chance gibt, sich und ihre Filme zu präsentieren. Gierden-Jülich hofft, dass in Zukunft auch beim Filmemachen Gleichberechtigung herrscht, was ein Frauenfilmfestival überflüssig machen würde. Sie lobt die Veranstalter für ihr Engagement, Medienkompetenz an Jüngere zu vermitteln. „Wer als Kind gute Filme gesehen hat, besitzt einen geschulten Blick für Unterhaltungsschrott.”

Mirjana KaranovicEin weiterer Gast am Podium ist die renommierte Schauspielerin Mirjana Karanovic. Sie freut sich vor allem darauf, ein paar Tage „einfach nur Filme gucken” zu dürfen. Die Serbin spielt im Eröffnungsfilm Na Putu mit. Obwohl sie eigentlich nichts vom Film verraten will, erklärt sie kurz die Handlung. „Viele Menschen in den Balkan-Ländern wenden sich zur Religion als letzte Hoffnung – leider auch zu radikalen Religionen.” (Elizabeth Shoo)

Es folgt der Eröffnungsfilm „Na Putu” – hier ein paar Besucherstimmen:

„Ich find’s extrem beklemmend, wie sich der Hauptdarsteller zunehmend seine Lebensfreude nimmt. Er lebt plötzlich nach Regeln, die zum Teil sogar willkürlich erscheinen und sieht nicht, wie er seinen größten Reichtum – die Liebe seiner Freundin – verliert.”

„Da ich selbst aus Sarajevo komme, hatte ich hohe Erwartungen an den Film. Jetzt bin ich echt begeistert: Für mich ist Na Putu DER Film des Jahres 2010, absolut Weltklasse!”

„Ein sehr guter Film. Das offene Ende und die fehlende Musikuntermalung während des gesamten Films unterstreichen seine Intention. Da ich mich beruflich viel mit Gestik und Mimik beschäftige, kann ich sagen, dass die Hauptdarsteller dies toll umgesetzt haben.”

„Ich habe wirklich nonstop mitgefiebert. Ich denke, ich hätte genau wie die Hauptdarstellerin reagiert - ich kann ihre Situation vollkommen nachvollziehen.  Ich werde wohl auch nächstes Jahr in Dortmund wieder dabei sein.” (Jonas Käter)

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 15. April 2010 um 22:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Inside Festival abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.

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