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« Am Donnerstag nach dem Kino “Bare Essence of Life” - eine etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte »

“Cosmonauta” - wenn ich groß bin, werde ich Kosmonautin…

c11…dieser Gedanke ist mir gekommen, nachdem ich den Wettbewerbsfilm “Cosmonauta” gesehen habe und mich ins All geträumt habe. Dieser italienische Film ist wirklich ein Genuss und die bezaubernde Hauptdarstellerin Mariannas Raschillà einfach hinreißend! Eine Liebeskomödie, ein Familien- und Politk-Drama und ein Frauenfilm in einem…

Um was geht es? Luciana ist eine Kommunistin, genauso wie ihr verstorbener Vater und ihr an Epilepsie erkrankter Bruder. 1963 ist sie 15 Jahre alt und durch ihren Bruder fasziniert vom Weltraum. Gemeinsam verfolgen sie das Weltraum-Wettrennen zwischen Russland und den USA. Als aktives Jung-Mitglied in der Partei muss sie sich in ihrer Gruppe als Frau mit ihren Ideen behaupten und auch die Liebe macht mit ihr nicht das, was sie gerne hätte.

la-locandina-di-cosmonauta-128128Susanna Nicchiarelli hat mit Bravour ihren ersten Langfilm abgeliefert und konnte letztes Jahr auch schon den Controcampo Italiano Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig für sich verzeichnen. Nicciarelli ist auch selbst im Film zu bewundern: Sie verkörpert die “große” liebevolle und verständnisvolle Partei-Freundin von Luciana.

Ein Film, der in den späten 50er und frühen 60er Jahren angesiedelt ist und eine sehr authentische Kulisse in einem kleinen italienischen Ort ausgewählt hat. Die Schauspieler sind allesamt ebenfalls bestens gecastet und lassen einem keinen Augenblick das Gefühl, dass etwas nicht harmoniert. Das Überzeugenste allerdings ist die Musik: Mit diesen teils schnulzigen Italo-Pop-Songs hat die Filmemacherin direkt ins Schwarze getroffen.

Das Ende des Films ist zwar in Ordnung, doch hätte ich mir noch gewünscht - wie so häufig - zu erfahren, wie es mit der kleinen Luciana weitergeht. Natürlich ist das meiner Phantasie überlassen, doch so eine kleine Kommunistin, wie ich sie am Anfang des Films kennengelernt habe, ist mir noch nie untergekommen… . Außerdem ist mir die italienische Sprache nicht besonders geläufig (höchstens aus den Straßencafés aus der Südstadt) und es ist mir immer noch ein Rätsel, wie die Italiener so schnell sprechen und sich dann auch noch gegenseitig verstehen können.

>> Termin: 16.04.2010, 17:30, Odeon Lichtspieltheater

Trailer:

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 15. April 2010 um 08:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Filmrezensionen, Inside Festival abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.

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