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Christine A. Maier - Eine KameraFRAU

christine-a-maier .:: Aktuell ::.Sie hat bei Filmen wie Esmas Geheimnis, Itty Bitty Titty Committy, Free Rainer und nicht zu vergessen Na Putu hinter der Kamera gestanden: Christine A. Maier – eine der wenigen wirklich erfolgreichen Kamerafrauen Europas.
Die 1969 in Graz geborene Christine A. Maier fing bereits mit 14 Jahren an, zusammen mit ihren Freunden Kurzfilme zu drehen. Doch die Idee, dass Hobby zum Beruf werden zu lassen, kam erst später: „In meiner Phantasie war ich zuvor Astrophysikerin, Archäologin, Arktisforscherin und Generaldirektorin“, so Maier, die offensichtlich immer schon einen Hang zu Berufen hatte, die damals wie heute von Männern dominiert werden.

Selbst während ihres Studiums in Wien an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, wo sie das Hauptfach Kamera und Bildgestaltung belegte, dachte Maier noch nicht daran, damit einmal ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können.

“Seid’s ihr von der Garderobe?”

In ihrer Anfangszeit als Kamerafrau kam es dann auch schon mal zu der einen oder anderen Verwechslung: „Bei meinem ersten Spielfilm wurden die Regisseurin und ich am ersten Drehtag mit den Worten: “Seid‘s ihr von der Garderobe?!“ begrüßt“. Auf Vorbehalte bezüglich ihres Könnens als Kamerafrau stößt Maier heute natürlich nur noch selten.

Christine A. Maier kann sich mittlerweile weitestgehend aussuchen, bei welchen Filmen sie hinter der Kamera steht. Dabei sind ihr zwei Kriterien besonders wichtig. Erstens: Wer ist der Regisseur oder die Regisseurin? Und zweitens: Wie ist das Drehbuch?
Wie bereitet man sich dann auf ein anstehendes Filmprojekt richtig vor? Maier hat dafür keine allgemein gültige Regel: „Wichtig ist, miteinander zu kommunizieren, zu reden, zuzuhören und sich gegenseitig zu inspirieren – das geht über gemeinsames Anschauen von Bildern, Orten, Filmen, bis hin zum gemeinsamen Kochen.“

christineamaierDoch schauen Menschen, deren Beruf es ist, Filme zu produzieren, eigentlich auch in ihrer Freizeit gerne Filme oder verfällt man dabei immer wieder in die professionelle Betrachtung des Films? Im Fall von Christine A. Meier ist es so, dass sie sehr viele Filme beeinflusst haben: „Einen Film, den ich mir zum Beispiel immer wieder ansehe, ist „Le Mepris“ von Godard, ich glaube, jedes Mal sehe ich diesen Film anders, entdecke Neues oder interpretiere ihn einfach anders, das fasziniert mich sehr.“

Wer gerne mehr über die Arbeit von Christine A. Maier erfahren möchte und über den Beruf Kamerafrau, an dem Maier „den Prozess des gemeinsamen Kreierens“ liebt, hat dazu beim Werkstattgespräch Bildgestaltung (Sa., 17.4., 12 bis 16 Uhr) beim Internationalen Frauenfilmfestival Köln|Dortmund die Gelegenheit. Weitere Infos finden Sie hier.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 16. April 2010 um 15:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Inside Festival, Porträts abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.

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