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Festival als Nachwuchsförderung – Highlights der Pressekonferenz

So viele (inter-)nationale Gäste wie noch nie, ein großes Schulfilmprogramm und ein besorgter Blick aufs Budget – Festivalleiterin Silke Johanna Räbiger und Pressesprecherin Stefanie Görtz versorgten bei der Pressekonferenz zur Eröffnung des Festivals die Öffentlichkeit mit interessanten Fakten. Aus Sicht von Silke Räbiger ist das IFFF vor allem ein Instrument zur Nachwuchsförderung, und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung ist das Schulfilmprogramm: Kinder und Jugendliche, die Filme hauptsächlich aus dem Fernsehen kennen, fürs Kino zu begeistern und mit den Regisseurinnen ins Gespräch zu bringen, das ist das Ziel des Schulfilmprogramms. Mehr als 500 Tickets für die drei Vormittage des Schulfilmprogramms wurden verkauft.

Die zweite Ebene der Förderung richtet sich nicht an Kinder und Jugendliche, sondern an die Filmemacherinnen selbst, die sich am Anfang oder vielleicht schon in der Mitte ihres Werdegangs befinden: Sie werden während des Festivals mit Hilfe verschiedener Workshops und Diskussionsveranstaltungen in ihrem kreativen Schaffen unterstützt.

Ein wichtiger Bestandteil der Festivaltage ist der Austausch zwischen den Filmemacherinnen und das Knüpfen neuer Kontakte. Allein aus den Balkanländern kann das Festival dieses Jahr 13 Regisseurinnen begrüßen. „So entstehen Filmnetzwerke. Das macht es für uns einfacher”, fügt Hatice Caner hinzu, die ein Frauenfilmfestival in Istanbul betreut.

Die finanzielle Existenz des Festivals ist, so Silke Räbiger, zwar durch die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen gesichert, trotzdem ist das Geld eine der weniger erfreulichen Seiten des Festivals: Aus dem Budget in Höhe von 450.000 € werden acht bis zehn Angestellte bezahlt, die den festen Kern bilden. Die weiteren Festivalhelferinnen und -helfer arbeiten auf Honorarbasis. „ Es wird immer schwerer, das Budget zu halten. Eine Kürzung um 12,5 Prozent wurde von der Stadt Köln zwar angekündigt, aber es liegen uns noch keine definitiven Fakten vor”, berichtet Räbiger. Keine rosigen Aussichten für die Filmkultur!

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 16. April 2010 um 15:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter Inside Festival abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.

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