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Queeres Utopia in Japan

Trans-vortragKino und Comics haben eine Menge gemeinsam: als sequentielle Kunst verbinden sie einzelne Bilder zu komplexen Geschichten und müssen sich dabei stets an den sogenannten traditionellen Künsten messen lassen. Wie subversiv der Comic in der japanischen Populärkultur des Manga sein kann, stellt Uli Mayer am Sonntagnachmittag im Odeon vor.
Abseits von Mickey Mouse und Lucky Luke entwickelte sich in Japan eine ganz eigene Comic-Sprache: Mangas, die von rechts nach links gelesen werden, und die mit ihren auf den ersten Blick irritierenden Geschichten und Ästhetiken hierzulande häufig Befremden auslösen. Doch während Superman seit 70 Jahren die Welt rettet, hat sich in Japan eine innovativere Comic-Kultur entwickelte, die – ganz im Stil einer klassischen Kunst – auch bereit ist, ästhetische und politische Aufgaben zu übernehmen.

Seit den 70ern drängen vermehrt Künstlerinnen auf den männlich dominierten Markt, und seit dem ist nichts mehr so, wie es war: Geschlechter und Sexualitäten mischen sich in ungeahnter Hemmungslosigkeit im neu entstandenen Genre der Mädchencomics – von Frauen und Mädchen für Frauen und Mädchen gezeichnet. Seitdem, verspricht Uli Meyer, wurde die japanische Popkultur queer in einem Ausmaß, von dem die Theorie nur träumen kann – wir freuen uns auf den Vortrag und zahlreiche irritierende Bild- und Filmbeispiele.

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Der Beitrag wurde am Samstag, den 17. April 2010 um 14:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Inside Festival abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.

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