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	<title>Weblog zum Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund&#124;Köln</title>
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	<description>14. - 18. April 2010 in Köln</description>
	<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 15:01:30 +0000</pubDate>
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		<title>Eine Frau - zwei Städte: Interview mit Silke J. Räbiger</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 09:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.wilson</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[1987 kam Silke Johanna Räbiger das erste Mal mit dem Frauenfilmfestival in Berührung. Aus der Berührung folgte das Festhalten. Seitdem pendelt die heutige Festivalleiterin zwischen zwei Städten und Wohnungen: Köln – Dortmund. Doch ihre Begeisterung und Leidenschaft, die sie für das Frauenfilmfestival hegt, wurde kein Jahr älter. Der gemeinsame Rückblick auf das diesjährige IFFF führt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2272" title="raebiger3" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/05/raebiger3.jpg" alt="raebiger3" width="200" height="175" />1987 kam </span><strong>Silke Johanna Räbiger</strong><span style="font-weight: normal;"> das erste Mal mit dem Frauenfilmfestival in Berührung. Aus der Berührung folgte das Festhalten. Seitdem pendelt die heutige Festivalleiterin zwischen zwei Städten und Wohnungen: Köln – Dortmund. Doch ihre Begeisterung und Leidenschaft, die sie für das Frauenfilmfestival hegt, wurde kein Jahr älter. Der gemeinsame Rückblick auf das diesjährige IFFF führt uns hinter die Kulissen des Festivals. </span></span></span></p>
<p><span id="more-2265"></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Seit wann sind Sie beim IFFF dabei?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em>Für mich war das erste Festival 1987 in Dortmund und seit 2007 bin ich die Festivalleiterin.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Mit welchem Gefühl schauen Sie in diesem Jahr auf das Festival zurück?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<strong> </strong>Mit einem sehr positivem, wenn gleich auch sehr müdem Gefühl (lacht). Ich denke, es war für alle eine richtig runde Sache. Wir hatten ganz reizende Gäste und in diesem Jahr ist es uns sehr gut gelungen, die Verbindungslinien zwischen den einzelnen Festivalsektionen deutlich zu machen. Sehr schön war unser Eröffnungsfilm Na putu, der zur Balkan-Sektion gehört und sie damit eingeleitet hat.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Gab es denn in diesem Jahr irgendwelche Punkte, die nicht so gut funktioniert haben und im nächsten Jahr besser gemacht werden können?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger: Ein Defizit war natürlich die isländische Vulkanwolke (lacht). Aufgrund dessen konnten etliche Gäste nicht kommen. Im Bereich des Schulfilmprogramms können wir besser werden. Allerdings sind wir auch da aus finanziellen Gründen stark eingeschränkt und der Zeitpunkt, unmittelbar nach den Ferien, war ungünstig. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Doch trotz der Ferien wurden alleine 500 Tickets an Schulen verkauft.<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<strong> </strong>Ja, denn wir haben das im Vorfeld an den Schulen publik gemacht und hatten dadurch weitaus mehr als noch im Jahr 2008.</span></span></p>
<p><strong>Festivalblog: Sie sagten, dass die Schulfilmprogramme in diesem Jahr aus finanziellen Gründen stark eingeschränkt liefen. Bei der Pressekonferenz sprachen Sie bereits finanzielle Kürzungen an. Ist das eine Reaktion oder ein Resultat dessen?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger: Ja, uns sind hier in Köln Kürzungen von 12,5% angekündigt worden. Deshalb haben wir die Parallel-Veranstaltung Dortmund/Köln und die Anzeigen-Werbung gestrichen. Trotz der Einsparpotenziale hatte der Kern des Festivals Bestand.</p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: In Dortmund geht das Festival einen Tag länger, es fängt dort bereits dienstags an. Ist dies auch ein Einsparpotenzial?<br />
</strong><br />
Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">W</span></span>ir haben diese Verlängerung vorgenommen, weil wir so verstärkt Weiterbildung anbieten können. Bisher wurde es in Köln nie umgestellt und durch die finanziell unsichere Situation haben wir in diesem Jahr entschieden, dass es bei dem Start am Mittwoch bleibt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Sie sprechen von einer finanziell unsicheren Situation. Steht das weitere Bestehen des IFFF in den Sternen oder was genau bedeutet das?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em>Unsere Grundfinanzierung ist seit der Fusion 2006 sehr solide. Finanziert werden wir vom Land NRW, den Städten Dortmund, Köln und diversen Geldgebern. Insgesamt aber würde eine Kürzung weitere Einschränkungen nach sich ziehen. Doch klagen will ich deswegen trotzdem nicht.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Was war in diesem Jahr Ihr persönlicher Lieblingsfilm?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em>Einen persönlichen Lieblingsfilm gibt es nicht. Überraschend für mich war jedoch der Film von Claire Pijman „Later We Care“.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Wäre Cosmonauta auch Ihr Preisträger im Debütspielfilmwettbewerb gewesen?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em>Um die Frage ehrlich beantworten zu können, müsste ich mir alle acht Filme noch einmal ansehen. Ich war etwas verblüfft über das Ergebnis, doch die Jury hatte sehr stichhaltige Argumente, dem Film Cosmonauta den Preis zu geben.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Gab es in diesem Jahr eine Besonderheit, ein herausragendes Erlebnis, außer dem isländischen Vulkan, der durchaus für viel Aufruhr sorgte (lachen)?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em>Die Weiterbildungsveranstaltungen mit sehr guten Dozentinnen – allen voran Sibylle  Kurz für das Pitching-Seminar – sind hervorragend gelaufen. Außerdem hat das sehr schöne Ambiente im Festivalhotel zum Wohlfühlen und zur guten Stimmung beigetragen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Lassen sich zwischen den Städten Dortmund und Köln Unterschiede feststellen?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">In Köln steht mehr </span></span>das Aktuelle, mit der Panorama-Sektion, im Vordergrund. Wir haben hier in Köln zudem die Sektion begehrt!-Filmlust queer. In Dortmund arbeiten wir stärker thematisch. Es gibt ein Oberthema für das Festival und darunter sortiert sich die gesamte Filmschau, angefangen bei den 10er, 20er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute. In Dortmund haben wir ein sehr schönes altes Kino, die Schauburg, und ein ehemaliges Kino, das jetzt ein Jazzclub ist, in dem wir ein vielfältiges Programm veranstalten: Musikveranstaltungen,  Performances und projizierte Filme mit unser mitgebrachten Kinotechnik. Dortmund ist ein Festival der kurzen Wege im Gegensatz zu Köln. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Braucht man denn wirklich Kinos, um Filme zu zeigen? Das IFFF in Istanbul zeigt Filme in Sälen, beispielsweise an Universitäten, und es funktioniert wunderbar, so Frau Caner, die das Festival in Istanbul betreut.<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">Das Herunterladen jeglicher Filme und der DVD-Markt lösen eine große Debatte unter den Filmfestivals aus, ob diese nicht überflüssig sind. </span></span>Der Leiter der Kurzfilmtage in Oberhausen hat Festivals als eine Art „temporäres Museum“ bezeichnet. Die Präsentation eines Filmes auf der Leinwand ist vergleichbar mit einem originalem Kunstwerk und dies entspricht der Absicht des Filmemachers. Deswegen das eiserne Festhalten an guten Vorführmöglichkeiten unsererseits. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Dieses Jahr hatte das Festival 6500 Besucher. Wie kommt die Zahl zustande, wird jeder Eintritt gezählt?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger: Ja, es wird jeder Eintritt gezählt, dazu gehören auch die akkreditierten oder eingeladenen Gäste. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Was erwarten Sie oder was können wir vom nächsten IFFF erwarten?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">Im Mai 2010 wird in Dortmund ein Zentrum für Kunst und Kreativität, genannt Dortmunder U, eröffnet. Ein vorhandener Kinosaal mit 170 Plätzen wird dann unser Festivalzentrum sein, die alten Spielstellen werden auch weiterhin genutzt. </span></span>Im Dortmunder U wird die Fachhochschule Dortmund mit dem Studiengang Bewegtbild, das Museum für moderne Kunst, der <span style="color: #000000;">Hartware MedienKunstVerein</span> und ein Zentrum für kulturelle Bildung ansässig sein , ebenso wie die TU Dortmund mit bestimmten Bereichen. Ich denke, dass sich da nochmal viele Synergieeffekte ergeben werden. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Gibt es schon ein Thema für das nächste Festival in Dortmund?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em>Das Thema werden wir im Laufe des Sommers besprechen, und ab August fangen die Vorbereitungen wieder an. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Waren Sie denn schon in anderen Ländern und haben dort die Frauenfilmfestivals besucht? Wie empfinden Sie es dort bzw. wo liegen da Unterschiede?<br />
</strong><br />
Silke J. Räbiger:<em><strong> </strong></em>Ja, in einigen. Es gibt, sozusagen die Mutter aller Festivals, in der Nähe von Paris, <em>Créteil – </em>da bin ich oft gewesen. Das ist schon sehr imposant, was die Kolleginnen dort zusammentragen, die Länderprogramme und die vielen Gäste. Dazu muss man natürlich wissen, dass Frankreich einfach eine Kinonation ist, die mit ihrer Filmproduktion ganz anders aufgestellt ist. In Seoul war es sehr spannend. Die Kolleginnen dort sind sehr engagiert, das ist ein tolles Festival, es hat sich sehr positiv entwickelt und es ist ein richtig großes Festival geworden. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Festivalblog: Wie sind Sie zum Frauenfilmfestival gekommen?<br />
</strong><em><strong><br />
</strong></em>Silke J. Räbiger: Ich bin eigentlich Lehrerin von Haus aus. Ich habe in Göttingen und Hamburg studiert, in Hamburg habe ich mein erstes und zweites  Staatsexamen gemacht. Ich habe meinen Abschluss in einer Phase gemacht, als überhaupt keine Lehrer angestellt wurden. Ich habe mich zwar beworben, doch gab es damals noch die Schwierigkeit, dass man sich nur in dem Bundesland bewerben konnte, in dem man Examen gemacht hatte. Ich bekam die Möglichkeit, in Dortmund bei einem kleinen Filmverleih zu arbeiten. Ein Freund hatte mich drauf aufmerksam gemacht. Der Filmverleih stellte damals (Anfang der 80er Jahre) Literaturverfilmungen für Bibliotheken zusammen. Da ich Germanistik und Pädagogik studiert hatte, wurde ich angeheuert, um dieses Angebot an Videos aufzubauen. Das war auch die Zeit, als sich femme totale in Dortmund niederließ. Das Festival interessierte mich und ich habe dort mitgearbeitet. Später habe ich ganz beim Festival gearbeitet und bin geblieben. So habe ich meinen Beruf als Lehrerin niemals ausgeübt.</span></span></p>
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		<title>Die Preisträgerinnen des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund&#124;Köln 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 13:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>a.bolz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inside Festival]]></category>

		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>

		<category><![CDATA[Regie]]></category>

		<category><![CDATA[Spielfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntagabend ist das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund&#124;Köln zu Ende gegangen. Bei der Preisverleihung im Filmforum NRW führten Festivalleiterin Silke J. Räbiger und Sonja Hofmann, Kuratorin des Regie-Wettbewerbs, durch den Abend und konnten drei herausragende Wettbewerbsbeiträge auszeichnen: Der mit 10.000 € dotierte Preis für das beste Spielfilm-Debüt ging an Susanna Nicchiarellis Film Cosmonauta. Den mit 1.000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0744.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2197" title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0744-300x199.jpg" alt="0744" width="200" height="140" /></a>Am Sonntagabend ist das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund|Köln zu Ende gegangen. Bei der Preisverleihung im Filmforum NRW führten Festivalleiterin <strong>Silke J. Räbiger</strong> und <strong>Sonja Hofmann</strong>, Kuratorin des Regie-Wettbewerbs, durch den Abend und konnten drei herausragende Wettbewerbsbeiträge auszeichnen: Der mit 10.000 € dotierte Preis für das beste Spielfilm-Debüt ging an <strong>Susanna Nicchiarellis </strong>Film<strong> </strong><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/15/wenn-ich-gros-bin-werde-ich-kosmonautin/" target="_blank">Cosmonauta</a>. Den mit 1.000 € dotierten, von der Zeitschrift CHOICES gespendeten Publikumspreis erhielten<strong> Susan Muska</strong> und <strong>Gréta Oláfsdóttir</strong> für ihre Dokumentation <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/15/entwurf-edie-und-thea-homosexualitat-und-alter/" target="_blank">Edie &amp; Thea</a>. <strong>Susan Deraspes</strong> Debüt <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/17/les-signes-vitaux-%E2%80%93-vital-signs/" target="_blank">Les Signes Viteaux </a>erhielt eine lobende Erwähnung der Jury.</p>
<p><span id="more-2194"></span></p>
<p>Auch bei der Preisverleihung waren die Auswirkungen des eingeschränkten Flugverkehrs zu spüren. So mussten Silke J. Räbiger und Sonja Hofmann für die ursprünglich vorgesehene Moderatorin des Abends, Heike-Melba Fendel, einspringen. Die Beiden führten das Publikum souverän durch den Abend und wurden dabei von der anwesenden <a href="http://www.frauenfilmfestival.eu/index.php?main=festival&amp;second=competition&amp;sub=debut&amp;id=3" target="_blank">Jury</a> und der Kölner <strong>Bürgermeisterin Angela Spizig</strong> unterstützt. Die Regisseurin <strong>Susanna Nicchiarelli</strong> konnte den Preis aufgrund der Flugbeschränkungen nicht persönlich entgegen nehmen und ließ ihre Dankesrede von der  Journalistin <strong>Luciana Cagliotti</strong> (WDR Funkhaus Europa) verlesen.</p>
<p><strong>&#8220;Sehr hohes Niveau der diesjährigen Filmbeiträge&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/9417.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2198"  title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/9417-150x150.jpg" alt="9417" width="150" height="150" /></a>Spizig betonte zu Beginn der Veranstaltung die Notwendigkeit eines Frauenfilmfestivals: Die Tatsache, dass im aktuellen Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes von 36 Filmen nur einer von einer Frau stamme, dieser zudem in einer Unterkategorie laufe, mache die Notwendigkeit eines Festivals für Filme von Frauen mehr als deutlich. Spizig dankte den Veranstalterinnen für ein tolles Programm 2010 mit herausragenden Filmen und einem insgesamt sehr hohen Niveau der Film-Beiträge.</p>
<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/9503.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2201" style="float:right;margin:0 0 10px 10px"  title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/9503-150x150.jpg" alt="9503" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Mit <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/15/wenn-ich-gros-bin-werde-ich-kosmonautin/" target="_blank">Cosmonauta</a> gewann dieses Jahr eine leidenschaftliche Coming-of-Age-Komödie, die im Italien der 60er Jahre spielt, den Regie-Preis. Die Jury lobte in ihrer Begründung den „tiefsinnigen Humor“ des Werks und „den liebevollen Blick auf seine Hauptfigur“, die 15-jährige Luciana, eine glühende Verehrerin der russischen Raumfahrt. Cosmonauta konnte an diesem Abend gleich zwei Preise einheimsen, er gewann zeitgleich auf dem <a href="http://festivaldelcinemaeuropeo.it/en/index" target="_blank">Filmfestival im italienischen Lecce.</a></p>
<p><strong> &#8220;Hohe Publikumsresonanz&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0475.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2195" title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0475-150x150.jpg" alt="0475" width="150" height="150" /></a>Mit <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/15/entwurf-edie-und-thea-homosexualitat-und-alter/" target="_blank">Edie &amp; Thea</a> gewann eine Dokumentation über ein lesbisches Pärchen den Publikumspreis. Der Film dokumentiert die Erzählungen der beiden nahezu 80-jährigen Frauen im Rückblick auf ihr aufregendes Leben vor allem anhand zahlreicher Fotografien. Parallel dazu erzählt er von  der späten Hochzeit in Kanada. Edie und Thea lernten sich noch in einer Zeit kennen und lieben, in der die Gesellschaft harsch auf Homosexualität reagierte und ein Coming-Out empfindliche Auswirkungen auf Beruf und soziales Umfeld haben konnte. Umso mehr rührte die Zuschauer die starke Bindung und bedingungslose Liebe zwischen den beiden, die über Jahrzehnte und  allen Widrigkeiten zum Trotz (Thea ist seit Jahrzehnten an den Rollstuhl gefesselt), gehalten hat. Die beiden Regisseurinnen des Films Susan Muska und Gréta Oláfsdóttir dankten dem Publikum für die Wahl, Gréta Oláfsdóttir dankte speziell ihrem Heimatland Island für die Naturgewalt, die ihnen nun noch einige schöne Tage in Köln bescheren werde.</p>
<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0734.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2196" style="float:right;margin:0 0 10px 10px"  title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0734-150x150.jpg" alt="0734" width="150" height="150" /></a><strong>&#8220;Ein tolles Programm mit herausragenden Filmen&#8221;</strong></p>
<p>Die Jury-Mitglieder Barbara Albert (Regisseurin &amp; Produzentin, Österreich), Dr. Jessica Eisermann (WDR / Einsfestival) und Mirjana Karanovic (Schauspielerin, Serbien)  resümierten den schwierigen  Entscheidungsprozess, der schließlich zum Preisträgerfilm geführt habe: Der Wahl seien viele „konstruktive und schöne Diskussionen“ vorausgegangen.</p>
<p><strong>Nach dem Festival ist vor dem Festival: Das IFFF Dortmund|Köln 2011 wird voraussichtlich  im April 2011 in Dortmund stattfinden.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf dem Balkan: Traditionelles Geschlechterverhältnis war gestern</title>
		<link>http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/18/traditionelles-geschlechterverhaltnis-war-gestern/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 22:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>n.krieg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Outside Festival]]></category>

		<category><![CDATA[Thema Freiheit]]></category>

		<category><![CDATA[Balkan]]></category>

		<category><![CDATA[Süd-Osteuropa]]></category>

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		<description><![CDATA[Tradition hin oder her: Die Frauen aus den Balkanländern ergreifen zunehmend Eigeninitiative in Sachen Lebensunterhalt ihrer Familie. Jahrzehntelang hüteten sie üblicherweise Herd und Kinder, während die Männer ihrer Heimat den Rücken kehrten, um als Arbeitsmigranten im Westen den Familienunterhalt zu sichern. Aber das Blatt hat sich gewendet: Seit 1990 sind es häufig die Frauen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2262" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/images-from-the-corner_img1.tif" alt="" />Tradition hin oder her: Die Frauen aus den Balkanländern ergreifen zunehmend Eigeninitiative in Sachen Lebensunterhalt ihrer Familie. Jahrzehntelang hüteten sie üblicherweise Herd und Kinder, während die Männer ihrer Heimat den Rücken kehrten, um als Arbeitsmigranten im Westen den Familienunterhalt zu sichern. Aber das Blatt hat sich gewendet: Seit 1990 sind es häufig die Frauen, die ihre Heimatländer verlassen, um sich im Ausland Arbeit zu suchen. Und es werden immer mehr.</p>
<p><span id="more-1001"></span><br />
Die Zeiten, in denen die Frauen auf dem Balkan den heimischen Herd in Gang hielten und Söhne großzogen, die später einmal  ihren Lebensunterhalt im Westen verdienen sollten, sind offenbar vorbei. Heutzutage sind es die Frauen, die Heim und Herd verlassen und in den Westen gehen – „Emanzipation im Osten“ nennt man das.</p>
<p>Zwar werden weiterhin viele Kinder geboren, und auch weiterhin mit viel Liebe großgezogen. Doch es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied: Heute können sich viele Frauen auf dem Balkan von dem im Westen verdienten Geld eine Kinderfrau leisten. Und die Männer? Gehen weiterhin in ihren jeweiligen Heimatländern auf dem Balkan arbeiten. Wenn nicht, dann sind sie diejenigen, die sich nun um die Kinder kümmern müssen. Frau liefert Geld, Mann hütet Kinder: Traditionelles Geschlechterverhältnis war gestern.</p>
<p>Eine Emanzipation der Frauen nach westlichem Muster gab es auf dem Balkan aber nicht. Die Emanzipation entwickelte sich eher aus privaten Notwendigkeiten, aus den Zwängen der Haushaltsführung und Kindererziehung.</p>
<p><strong>Kind &amp; Berufstätigkeit – die Familie macht es möglich</strong></p>
<p>Kind und Karriere, das eine schließt das andere nicht aus. „Familiäre Unterstützung“ heißt das Zauberwort. Großeltern warten darauf, die Enkelkinder zu hüten und zu erziehen. Westlichen Familien sagt man auf dem Balkan nach, dass es bei ihnen an solch innerfamiliärer Unterstützung fehlt. Ein Vorwurf, der beispielsweise all den West-Großeltern Unrecht tut, die gewillt wären, ihre Töchter (oder Söhne) zu entlasten, aber noch den eigenen Lebensunterhalt verdienen müssen.</p>
<p>Eine gute Ausbildung ist das A &amp; O für einen Karrierestart. Auf dem Balkan entscheiden sich viele junge Frauen für ein Hochschulstudium oder eine andere qualifizierte Ausbildung, um aus der Perspektivlosigkeit auszubrechen. Der Wunsch nach finanziellem Auskommen, nach sozialem Aufstieg und besseren Lebensbedingungen sind die Gründe für berufliche Ambitionen der jungen Frauen in den Balkanländern.</p>
<p><strong>Und was sagen die Männer dazu?<br />
</strong></p>
<p>Viele Männer respektieren das. Viele aber auch nicht. Im Gegensatz zum Balkan wird vielen Frauen im Westen der Berufsweg schon früh von den Eltern vorgezeichnet: Rechtsanwältin oder Ärztin soll die eigene Tochter einmal werden. Im Osten sah das bis vor kurzer Zeit noch anders aus. Da hieß es: „Kind, du musst einmal in der Lage sein, einen Haushalt und eine Familie zu betreuen!“<br />
Das Blatt hat sich aber auch dort gewendet: In den Familien sind es nun zunehmend die Frauen, die Kontakte, Einfluss und das bessere Gehalt haben. Viele Ehefrauen und Mütter lassen ihren Erfolg im Job vor der Haustüre, so wie sie ihre Schuhe ausziehen, wenn sie die Wohnung betreten. Vielfach gilt es noch als unangebracht, dass Frauen zu Hause vom Alltag im Job, von Erfolgen jenseits von Kind und Küche, erzählen. Männer hingegen erzählen nur zu gern, wie ihr Tag verlief. Die Frau mag zwar die Hauptverdienerin sein, aber der Mann ist und bleibt das traditionelle Familienoberhaupt. Privat- und Berufsleben der „balkanesischen“ Frau wird strikt getrennt – und das ist durchaus gewollt. Eheliche Konflikte sind so programmiert, oft scheitern hieran Ehen.</p>
<p><strong>Das Erfolgsrezept: Gute Ausbildung und gutes Aussehen?<br />
</strong></p>
<p>Frauen vom Balkan wird im Westen oft nachgesagt, ihnen sei das äußere Erscheinungsbild wichtiger als eine gute Schulbildung und eine Karriere im Job. Alles nur Klischee? Schon als kleines Mädchen wird dort vielen Frauen von ihren Müttern und Großmüttern gesagt, dass das Aussehen wichtig sei, um später einmal Erfolg im Job zu haben. Aussehen, Aufrichtigkeit und Anstand seien die Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft, Schönheit öffne alle Türen – im Job und im Privatleben. Frauen auf dem Balkan sind davon überzeugt, dass das Erscheinungsbild einer Frau sehr wichtig ist.</p>
<p><strong>Der Run um gute Jobs<br />
</strong></p>
<p>Der Weg in den Westen bedeutet für diese Frauen noch längst nicht, dass sie hier auch einen gut bezahlten Job finden. Im Run auf die Top-Jobs in Unternehmen müssen sie mit westlichen Bewerberinnen konkurrieren. Das führt dazu, dass die Balkan-Frauen oft Jobs als Kindermädchen, Kellnerin, einfache Pflegehilfe oder Haushaltshilfe annehmen müssen. Nach Karriere klingt das zwar nicht, ist aber oftmals eine der wenigen Möglichkeiten, Geld zu verdienen, das frau dann in die Heimat schicken kann.<br />
Besonderer Respekt also all denjenigen Frauen aus den Ländern des Balkan, die den beruflichen Erfolg geschafft haben. Einige von ihnen sind in diesen Tagen unsere Gäste: die Regisseurinnen, Kamerafrauen, Filmmusikerinnen und andere Filmschaffende auf dem IFFF 2010 Dortmund|Köln.</p>
<p><em>Quellen:</em></p>
<ul>
<li> <em><a href="http://www.bildungsservice.at/nigg/6dt/pdfs/Textvorlage-Familie.pdf" target="_blank">DER STANDARD - Das Ende der Familien?</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.kok-potsdam.de/artikel/schatten_zivilisation.htm" target="_blank">Schatten der Zivilisation - Europa und das neue Gesicht der Frauen Migration</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.dasbiber.at/content/sch%C3%B6n-erfolgreich-erfolgreich-sch%C3%B6n" target="_blank">Schön erfolgreich - erfolgreich schön (Das Biber)</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/938/498235/text/" target="_blank">Soziale Realität Balkan - Das Dorf ohne Frauen (von Maja Hrgovic)</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/938/498235/text/9/" target="_blank">Soziale Realität Balkan - Welt ohne Frauen</a></em></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kind und Karriere - Vom Dreh mit Kind</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 21:45:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>a.bolz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inside Festival]]></category>

		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

		<category><![CDATA[Werkstattgespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine spannende Diskussion boten die Teilnehmerinnen der „Podiumsdiskussion: Der Dreh mit dem Kind&#8221; diesen Sonntagvormittag den Zuschauern im Filmforum NRW im Museum Ludwig. Das hochkarätig besetzte Podium verstand es, die Problematik der Vereinbarkeit von Kind und Beruf in der nur bedingt als familienfreundlich bekannten Filmbranche zu veranschaulichen. Moderiert wurde die Runde von der kurzfristig für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0532.jpg"><img class="size-medium wp-image-2132 alignleft" title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0532-300x199.jpg" alt="0532" width="200" height="150" /></a>Eine spannende Diskussion boten die Teilnehmerinnen der <strong>„Podiumsdiskussion: Der Dreh mit dem Kind&#8221;</strong> diesen Sonntagvormittag den Zuschauern im <strong>Filmforum NRW im Museum Ludwig</strong>. Das <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/17/der-dreh-mit-dem-kind-wer-hat-ihn-raus-entwurf/#more-1988">hochkarätig besetzte Podium</a> verstand es, die Problematik der Vereinbarkeit von Kind und Beruf in der nur bedingt als familienfreundlich bekannten Filmbranche zu veranschaulichen. Moderiert wurde die Runde von der kurzfristig für Heike-Melba Fendel eingesprungenen Moderatorin <strong>Sylke Blume</strong>.</p>
<p><span id="more-2131"></span></p>
<p>Kind und Beruf miteinander zu vereinbaren, ist für Frauen nach wie vor ein großes Problem. Auf der einen Seite wollen die gut ausgebildeten Frauen ihrem Kinderwunsch nachkommen, auf der anderen Seite aber auch in ihrem Beruf Erfüllung finden, auf  dessen Ausführung hin sie lange Studien- und Lehrzeiten in Kauf genommen haben.<br />
In der Filmbranche, die auch ohne Mutterfreuden schon ein raues Pflaster ist, ergeben sich zusätzliche Probleme: Wo bringe ich mein Kind unter, wenn ich diesen Sommer für vier Wochen in Vietnam drehe? Wer kümmert sich, wenn ich auf der Berlinale und in Cannes meine Kontakte pflege oder meinen neuesten Film vorstellen muss, um mein Kind?</p>
<p><strong>&#8220;Kind an der Frau&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0610.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2133" title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0610-199x300.jpg" alt="0610" width="199" height="300" /></a></p>
<p>Die Anwesenden, alle Mütter und Filmschaffende, haben da ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht: Als <strong>Iris Gusner</strong> (Regie &amp; Drehbuch) ihr Regiestudium an der Moskauer Filmhochschule in den 1960er Jahren absolvierte, konnte sie noch auf das gut ausgebaute Betreuungsangebot des russischen Staates bauen. „Im Studium war die Kinderbetreuung kein Problem.“ Erst als sie in die DDR zurückkehrte, verlebte sie „zwei, drei harte Jahre“. Ohne Mann, Wohnung und russische Kinderfrau stand sie nahezu mittellos da und musste bei ihrer Tante einziehen. Die Situation entspannte sich, als sie bei der DEFA festangestellt wurde. Trotzdem hatte sie kaum die Freiheit, ein Projekt der Kinder wegen zu verschieben. Der Dreh ging vor, auch wenn der lange geplante Sommerurlaub dann ohne die Mutter stattfinden musste.</p>
<p>Mehr Freiheiten können sich die Filmemacherinnen der jüngeren Generation herausnehmen, <strong>Bettina Brokemper</strong> (Produzentin) bevorzugte die Variante „Kind an der Frau“. Bei ihren Terminen in Cannes, bei beiden Kindern die Zeit, in der sie noch gestillt wurden, konnte sie sich zwischen den Terminen mit Hilfe ihres Partners immer wieder Freiräume schaffen, in denen sie Sohn und Tochter stillte. Bei der Berlinale setzte sie ebenfalls auf das bewährte Betreuungs-Modell, in dem auch ihre Mutter eine wichtige Rolle spielte. Eine Zeitlang nahm sie ihre Kinder auch mit ins Büro, bevor sie von einer Tagesmutter betreut wurden.</p>
<p><strong>Der Dreh ging vor</strong></p>
<p>Eine weitere Besonderheit ergibt sich für Frauen während der Schwangerschaft. Schwangere Frauen, das bestätigten alle Teilnehmerinnen, können zu einem Risiko für Filmproduktionen werden. Nachdem <strong>Vanessa Jopp</strong> (Regie &amp; Drehbuch) die Regie für den Tatort „Der schwarze Troll“ übernommen hatte und schwanger wurde, musste eigens ein Co-Regisseur angestellt werden, der für den Fall einer Schwangerschafts-Komplikation für sie eingesprungen wäre. Auch für <strong>Sonja Rom</strong> (DOP) wurde eigens ein Operator eingestellt, der sie am Set hätte vertreten können. In beiden Fällen ergeben sich Mehrkosten, die FilmproduzentInnen gerne scheuen. Auch ist das Versichern von Schwangeren am Filmset nur schwer möglich.</p>
<p><a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0662.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2134" title="Guido Schiefer / www.guidoschiefer.de" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/0662-300x199.jpg" alt="0662" width="300" height="199" /></a>Neben dem rechten Zeitmanagment ist auch eine große Portion Flexibilität erforderlich: „Ich habe oft in irgendeinem Waggon an der Steckdose gesessen und abgepumpt, während das Team draußen auf mich gewartet hat,“ erinnert sich Rom an die Notwendigkeit, sich während der Stillzeit,ohne zu nährendes Baby, der überschüssigen Muttermilch zu entledigen.</p>
<p>In jedem Fall, und auch das war allen Teilnehmern gemein, stellt sich immer wieder das schlechte Gewissen ein, das fragt, ob beim persönlichen „Egotrip“ das Kind zu kurz kommen würde. Auch für <strong>Barbara Albert</strong> (Regie &amp; Drehbuch) stellte sich die Frage, wie sie die nur schwer miteinander vereinbaren inneren Pole der Mutter und Regisseurin miteinander in Einklang bringen könne. Ein ausgeklügelter Zeitplaner hilft ihr, die Betreuung des Kindes gemeinsam mit ihrem Mann zu organisieren und ihrem Beruf weiter nachgehen zu können.</p>
<p>Deutlich wurde im Verlauf der Diskussion, dass sich in Fragen der Familienfreundlichkeit, v.a. im deutschen Filmbusiness, noch einiges tun muss. Löbliche Ausnahmen, wie die Kita der Geißendörfer Film und Fernsehproduktion (Lindenstraße), bilden die Ausnahme, sind bei befristeten Spielfilmproduktionen aber nur schwer anwendbar.</p>
<p>Lösungsvorschläge kommen wie so oft von den skandinavischen Nachbarn. Die Produktionen dauern hier länger und bieten geringere Tagesgagen, sind dafür aber auf acht Stunden Dreh täglich begrenzt. Auch die Wochenenden stehen dem Team zur freien Verfügung und lassen so Zeit für ein Familienleben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Durch die Wüste dem Ziel entgegen – &#8220;Every Day Is a Holiday&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 18:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.reymann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Filmrezensionen]]></category>

		<category><![CDATA[Inside Festival]]></category>

		<category><![CDATA[Debüt-Spielfilmwettbewerb]]></category>

		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Film „Chaque jour est une fête (Every Day Is a Holiday)“ ist ein libanesischer Wettbewerbsbeitrag von Dima El-Horr für den Internationalen Debüt-Spielfilmpreis für Regisseurinnen. „Chaque jour est une fête“ handelt von einander fremden Frauen, die in Beirut in einen Bus steigen und ein gemeinsames Ziel haben: das Männergefängnis. Die Fahrt durch die Wüste wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2138" title="every_day_is_a_holiday" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/every_day_is_a_holiday.jpg" alt="every_day_is_a_holiday" width="200" height="133" />Der Film „Chaque jour est une fête (Every Day Is a Holiday)“ ist ein libanesischer Wettbewerbsbeitrag von Dima El-Horr für den Internationalen Debüt-Spielfilmpreis für Regisseurinnen. „Chaque jour est une fête“ handelt von einander fremden Frauen, die in Beirut in einen Bus steigen und ein gemeinsames Ziel haben: das Männergefängnis. Die Fahrt durch die Wüste wird jedoch durch einen tödlichen Schuss auf den Busfahrer unterbrochen und die Frauen stehen vor der Frage, wie sie das Männergefängnis doch noch erreichen können.</p>
<p><span id="more-2139"></span></p>
<p>Die Regisseurin Dima El-Horr sagt über ihren ersten Spielfilm, dass er stark beeinflusst sei von ihrem Leben im Libanon. Sie entführt den Zuschauer in „Chaque jour est une fête“ in eine andere Welt. Abseits belebter Städte spielt die Handlung in der Hermel-Wüste. In eindruckvollen Totalen wird eine karge Landschaft präsentiert, durch die sich eine staubige, kaum befahrene Straße schlängelt.</p>
<p>Die Busreise zum Männergefängnis beginnt wie ein fröhlicher Ausflug. Erst als eine Kugel durch die Frontscheibe saust und den Busfahrer tötet, wird aus dem Ausflug ein nicht ungefährliches Abenteuer. Durch den Schuss kommt der Bus von der Straße ab und kann nicht mehr weiterfahren. Die Frauen sind nun auf sich allein gestellt. Sie haben kein Auto, keine Karte und keinen Handyempfang.</p>
<p>Zunächst wandern sie als Gruppe in Sandalen und auf Stöckelschuhen durch die Wüste. Nach und nach trennen sich die Wege der einzelnen Frauen. Gemeinsam halten Lina, Tamara und Hala einen Hühnertransporter an und können darin mitfahren. Unterwegs hören sie entfernte Explosionen. Sie sehen Menschen, die ihnen, beladen mit Stoffsäcken, zu Fuß entgegen kommen. Sie hätten ihre Dörfer verlassen, da sie angegriffen worden seien, erzählt der Fahrer des Pick-Ups.</p>
<p>Hala, die dem braungebrannten, schwitzenden Fahrer im Muskelshirt nicht vertraut, löst sich von der Gruppe und steigt mitten in der Wüste aus. Jetzt ist sie ganz allein mit sich und ihrer Handtasche, in der eine Pistole steckt, die eigentlich ihrem Mann, einem Gefängniswärter, gehört.</p>
<p>Nachdem der Fahrer des Pick-Ups stark abbremsen musste und die Hühnerkäfige von der Ladefläche geflogen sind, beginnen sowohl der Fahrer als auch Tamara und Lina damit, die Hühner wieder einzusammeln. Dann lässt der Fahrer die Frauen auf der Straße stehen und fährt davon. Die energische Lina will unbedingt zum Auto zurück, da die Scheidungspapiere, die sie im Gefängnis ihrem Mann vorlegen will, in ihrer Handtasche auf dem Beifahrersitz liegen und sie seit Jahren schon um die Scheidung kämpft. Lina und Tamara schaffen es sogar, das Auto und die Papiere wiederzufinden. An einer Straßensperre treffen die drei Frauen wieder aufeinander und setzten ihre Reise zum Männergefängnis fort, wo eine unangenehme Überraschung auf sie wartet.</p>
<p>Der Film erzählt in grandiosen Bildern und mit wenigen Dialogen von Einzelschicksalen in einem Land, das sich im Krieg befindet. Trotzdem sind keine kriegerischen Auseinandersetzungen zu sehen. Es sind die Details, die vom Krieg und seinen Folgen erzählen: die Panzer, die zu Beginn des Films am Bus vorbeifahren, die Flüchtlinge, die den Frauen entgegenkommen, die Albträume Tamaras von toten Menschen, die vollständig in Tuch gehüllt sind und auf dem Meer treiben, die Geschichten des Hühnertransporteurs, der von Massakern zu berichten weiß.</p>
<p>Die häufig eingesetzten Totalen verdeutlichen die Einsamkeit der Menschen, während die Wüste an sich schon Verlassenheit ausstrahlt. Dennoch treten die weiblichen Hauptfiguren selbstbewusst auf. Sie verkörpern Frauen, die allen widrigen Umstände zum Trotz an sich glauben und konsequent ihrem Ziel entgegenlaufen, ohne sich einschüchtern zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nicht zuviel an die Zukunft denken - &#8220;Melihas dritte Hochzeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 11:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana Dittrich</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Filmrezensionen]]></category>

		<category><![CDATA[Kino]]></category>

		<category><![CDATA[Kurzfilm]]></category>

		<category><![CDATA[Osteuropa]]></category>

		<category><![CDATA[Portrait]]></category>

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		<description><![CDATA[Während der Dreharbeiten zu &#8220;Überall, nur nicht hier&#8221; lernte Regisseurin Tamara Milosovic Meliha, die Protagonistin des dokumentarischen Kurzfilms &#8220;Melihas dritte Hochzeit&#8221;, in Serbien kennen. Aufgefallen ist ihr Meliha, weil sie so eine unglaubliche Energie hatte, und so beschloss sie, einen Film über Melihas Leben zu drehen. Der 30-minütige Film wurde für die Sendereihe &#8220;Mädchengeschichten&#8221; bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2079" title="Melihas dritte Hochzeit" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/02meliha-im-brautkleid.jpg" alt="Melihas dritte Hochzeit" width="200" height="113" />Während der Dreharbeiten zu &#8220;Überall, nur nicht hier&#8221; lernte Regisseurin <strong>Tamara Milosovic</strong> Meliha, die Protagonistin des dokumentarischen Kurzfilms &#8220;Melihas dritte Hochzeit&#8221;, in Serbien kennen. Aufgefallen ist ihr Meliha, weil sie so eine unglaubliche Energie hatte, und so beschloss sie, einen Film über Melihas Leben zu drehen. Der 30-minütige Film wurde für die Sendereihe &#8220;Mädchengeschichten&#8221; bei 3sat produziert. Meliha ist 17 Jahre alt und hat bereits zwei Ehen hinter sich, im Film heiratet sie nun ein drittes Mal.</p>
<p><span id="more-2075"></span></p>
<p>Melihas Heiligtum ist ihr rotes Handy, sie liebt alles rund um Nagellack, Schminke und Haarspray. Um dem dauernden Streit mit den Cousinen, den Gerüchten, die die Cousinen verbreiteten, und der Schelte ihrer Eltern zu entgehen, ist Meliha jedes Mittel recht: Sie beschließt, den Erstbesten zu heiraten, der sie fragt, ob sie ihn liebe. Mit 17 heiratet sie ihren dritten Ehemann, Senid – und hofft, mit ihm nun endlich glücklich zu werden.</p>
<p>Dokumentarisch wird das einfache Leben der beiden dargestellt, die Pflichten, die Meliha als Ehefrau zu erfüllen hat, und wie sehr sie sich im Grunde wünscht, mit ihren Freundinnen um die Häuser zu ziehen. Dies allerdings erlaubt Senid nicht, und sie gehorcht. Melihas dringendster Wunsch ist ein Baby: Sie hofft, mit einem Baby endlich eine Aufgabe zu haben und nicht mehr so eine Langeweile zu verspüren, wenn sie tagsüber alleine ist, während Senid arbeitet.</p>
<p>Der Film <em>&#8220;Melihas dritte Hochzeit&#8221;</em> ist ein spannender Dokumentarfilm, der auf eindrucksvolle Weise das Leben einer 17-Jährigen zeigt, die beispielsweise glaubt, dass in der Stadt lebende Menschen nicht arbeiten müssen. Auf ihre naive Weise lebt sie ihr Leben getreu nach dem Motto: &#8220;Denke nicht zu viel an die Zukunft, denn die kommt sowieso früher oder später.&#8221;</p>
<p>Wer diesen Film verpasst hat, hat heute noch die Möglichkeit, sich ihn in der <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/15/film-verpasst-%E2%80%93-dann-auf-in-die-videolounge/">Videolounge</a> in der artothek anzuschauen oder online unter <a href="http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&amp;obj=14659">www.3sat.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwei Festivals, zwei Kulturen – aber die Seele ist gleich</title>
		<link>http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/18/zwei-festivals-zwei-kulturen-%e2%80%93-aber-die-seele-ist-gleich/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 10:53:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>e.guelbahar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

		<category><![CDATA[Balkan]]></category>

		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

		<category><![CDATA[Interview]]></category>

		<category><![CDATA[Süd-Osteuropa]]></category>

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		<description><![CDATA[Hatice Caner liebt deutsche Weihnachten, einen Stuttgarter Islamwissenschaftler, der an der Istanbuler Universität lehrt – und Filme von türkischen Frauen. Sie betreut das Istanbuler  Frauenfilmfestival und ist zu Gast beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund&#124;Köln. So unterschiedlich die beiden Festivals auch sind, sie verfolgen das gleiche Ziel, sagt Hatice Caner: Frauen im Filmbusiness voranzubringen. Hatice Caner hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2098" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/istanbul1.jpg" alt="" width="200" height="130" />Hatice Caner liebt deutsche Weihnachten, einen Stuttgarter Islamwissenschaftler, der an der Istanbuler Universität lehrt – und Filme von türkischen Frauen. Sie betreut das Istanbuler  Frauenfilmfestival und ist zu Gast beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund|Köln. So unterschiedlich die beiden Festivals auch sind, sie verfolgen das gleiche Ziel, sagt Hatice Caner: Frauen im Filmbusiness voranzubringen. Hatice Caner hat uns ein Interview gegeben.</p>
<p><span id="more-2082"></span></p>
<p><strong>Festivalblog: Das Frauenfilmfestival in Istanbul heißt „Filmmor&#8221;. Was bedeutet dieser Name?</strong></p>
<p>Hatice Caner: „Mor&#8221; heißt übersetzt violett, das ist die Farbe der Feministinnen. Hinter  der Farbe  violett steckt immer eine Feministin. Auch die Häuser, in denen die Frauen zusammenkommen, nennt man Morevi, violettes Haus.</p>
<p><strong>Wie kam es zu Ihrer Mitarbeit beim Filmmor-Festival, und was sind Ihre Hauptaufgaben?</strong></p>
<p>Ich habe mich schon immer leidenschaftlich für die Rechte der Frauen in der  Türkei eingesetzt. 2006 kam eine Freundin auf mich zu und hat mir von der  Grundidee des Festivals erzählt. Ich war sofort dabei, und seit dem mache ich mich  für das Festival stark. Ich bin hauptsächlich für die Auswahl der Filme  zuständig, und auch das Betreuen der Regisseurinnen fällt in meinen Aufgabengebiet. Wir sind eine kleine Gruppe von vier bis fünf Mitarbeitern, und davon arbeiten drei ehrenamtlich.</p>
<p><strong>Woher holt  sich das Festival in Istanbul Unterstützung? </strong></p>
<p>Da das Interesse der Türkei noch immer  groß ist, der  EU beizutreten, erfahren wir kräftige Unterstützung durch den Kulturminister, aber auch andere Institutionen  greifen uns unter die Arme. Oft bitten wir auch die Konsulate der anderen Länder  um Mithilfe und Zusammenarbeit, denn durch ihre Mitarbeit können  Filmemacherinnen oder Gäste anderer Länder einfliegen, ohne dass großartige Probleme  entstehen. Auch das Goethe-Institut, das ja weltweit tätig ist, bietet  uns jedes Jahr seine Hilfe an.  Wir können uns glücklich schätzen mit so viel Unterstützung an unserer Seite.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Von 12. März  bis 18. April fand dieses Jahr zum achten Mal „Filmmor&#8221; in   Istanbul statt. Können Sie uns vielleicht ein paar Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede im Vergleich zum IFFF Dortmund|Köln nennen?</strong></p>
<p>Ja, es  gibt paar Unterschiede, die ich ganz schnell feststellen konnte. Unser Festival wird auch „spazierendes Festival&#8221; genannt, da das Festival zwar in Istanbul stattfindet, jedoch wählen wir jedes Jahr zwei  bis drei weitere türkische Städte aus, in denen wir  uns  dann mit  Filmen vorstellen, die wir extra dafür auswählen.Dadurch möchten wir auch Frauen außerhalb Istanbuls erreichen  und animieren. Dieses Jahr zum Beispiel waren wir in Kars  und in Sinop. Darüber hinaus haben wir 2010 mit dem  Frauenfilmfestival in Créteil/Paris zusammengearbeitet und  vom 31. März bis zum 6. April waren die Filme der türkischen  Filmemacherinnen in Frankreich vertreten.</p>
<p><strong>Finden bei Ihnen auch Wettbewerbe statt?</strong></p>
<p>Nein,  bei uns finden keine Wettbewerbe statt. Wir möchten nicht, das Frauen untereinander konkurrieren. Das Festival soll vor allem dem Networking dienen.<strong> </strong></p>
<p><strong>Beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund|Köln wird jedes Jahr der Fokus auf ein anderes Thema oder eine andere Region gelegt.  Ein filmisches Highlight dieses Jahr ist der Länderschwerpunkt Rund um den Balkan. Hat  das Festival in Istanbul eine ähnliche Vorgehensweise?</strong></p>
<p>Selbstverständlich  möchten wir auch in Istanbul das Kinopublikum jedes Jahr durch Vielfältigkeit begeistern und deshalb versuchen wir, uns immer wieder neue Themen einfallen zu  lassen. Meiner Meinung nach sollte ein Festival immer eine Aussage haben, um  Menschen zum Nachdenken zu bringen. Dieses Jahr wollten wir mit der Aussage  „UMUT KADINLARDA – Die Hoffnung ist in der Frau&#8221; Frauen Mut machen, die ihre  Hoffnung verloren haben. Dazu haben wir Filme ausgewählt, aus denen Frauen wieder Hoffnung schöpfen können. Ich bin der Meinung, dass wir durch Festivals  viele geschlossene Augen wieder öffnen können. Durch Themen wie „Die Ehre  einer Frau&#8221; oder „Ehrenmord in der Türkei&#8221; sorgen wir für viel Trouble, dennoch  möchten wir diese Themen in der Türkei zur Diskussion stellen, damit unsere Frauen  sich weiterbilden können.</p>
<p><strong>Bieten Sie  auch Workshops an?</strong></p>
<p>Natürlich  kann man sich bei uns auch an Workshops beteiligen, die wir den Frauen anbieten, die sich für das Filmemachen interessieren. Auch wir  möchten, dass die Absolventinnen der Filmschulen nicht nur in der Küche einer  Filmproduktion landen, wie es oft der Fall ist. Diese Frauen finden in der  männerdominierenden Branche keinen Einstieg, daher möchten wir ihnen, soweit es geht, nahebringen, dass  sie sich damit nicht zufrieden geben sollen. Frauen müssen dagegen antreten. Filmmor ist nicht nur ein Festival, sondern auch eine Filmproduktion, dessen Film während des Festivals  Premiere haben wird. Dieses Jahr hat das Team von Filmmor einen Dokumentarfilm über das  Frauenbild in den 60er und 70er Jahren gedreht. Das Frauenbild damals war so, dass der  Regisseur in seinen Filmen Frauen so dargestellt hat, wie er sie gern haben  wollte. Also nur aus der Sicht der Männer. Die Frauen in diesen besagten Filmen waren  nur als Hausfrau und Mutter zu sehen. Sie waren da, um unterdrückt zu werden.  Diesem Klischee möchten wir ein Ende bereiten</p>
<p><strong>Wie reagieren  konservative Männer in der Türkei auf ein Festival, das ausschließlich den Frauen  gewidmet ist?</strong></p>
<p>Hmmm (lacht). Also, das Amüsante an der Sache ist,  dass manche Männer sich ihr eigenes Bild machen. Das heißt, sie gehen davon  aus, dass es sich um Filme handelt, die von Frauen nur für Frauen gemacht werden. Und dann wundern sie sich, wenn sich dieser vermeintliche &#8220;Frauenfilm&#8221; sich auf türkische Politik konzentriert. Sie kommen dann mit Aussagen wie: „Was bitte hat denn Politik mit Frauen  zu tun? Wir dachten, bei diesem Festival geht es nur um Frauenfilme. Wie kann  denn eine Frau einen Film über Politik drehen?&#8221; Jedes Jahr müssen wir uns mit  solchen Vorurteilen von Männern auseinandersetzen. Männer haben eine eigene  Vorstellung von den Grenzen der Frauen und diese dürfen nicht überschritten werden.  Aber genau das bestärkt uns, weiter zu machen. Zwar bemerke ich viele Unterschiede zwischen den beiden Festivals, aber die Seele jedes  Frauenfilmfestivals ist gleich.</p>
<p>Nähere Informationen erhalten Sie unter: <a href="http://www.filmmor.org/">http://www.filmmor.org/</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Balkan Queer Pride&#8221;   - Film &amp; Podiumsdiskussion</title>
		<link>http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/17/balkan-queer-pride%e2%80%a8%e2%80%a8-film-podiumsdiskussion/</link>
		<comments>http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/17/balkan-queer-pride%e2%80%a8%e2%80%a8-film-podiumsdiskussion/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 22:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>m.hupperich</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inside Festival]]></category>

		<category><![CDATA[Balkan]]></category>

		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>

		<category><![CDATA[Queer]]></category>

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		<description><![CDATA[Zahlreiche Gruppen und Organisationen in Südosteuropa setzen sich für queere Rechte ein, dabei  sind sie in ihren Heimatländern häufig extrem aggressiven Anfeindungen ausgesetzt (Homophobie in Osteuropa). Diese dramatische Situation soll im Rahmen des Länderschwerpunkts nicht vernachlässigt werden. Das Festival hat zur großen Podiumsdiskussion „Balkan Queer Pride“ eingeladen, in der einzelne Protagonistinnen der Queer-Szene über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2056" title="qp1" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/qp1.jpg" alt="qp1" width="200" height="121" />Zahlreiche Gruppen und Organisationen in Südosteuropa setzen sich für queere Rechte ein, dabei  sind sie in ihren Heimatländern häufig extrem aggressiven Anfeindungen ausgesetzt (<a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/16/schockierende-homophobie-in-osteuropa/" target="_blank">Homophobie in Osteuropa</a>). Diese dramatische Situation soll im Rahmen des Länderschwerpunkts nicht vernachlässigt werden. Das Festival hat zur großen Podiumsdiskussion „Balkan Queer Pride“ eingeladen, in der einzelne Protagonistinnen der Queer-Szene über ihre Veranstaltungen und Aktionen berichteten.</p>
<p><span id="more-2055"></span></p>
<p>Leider konnten Masa Hilcisin und Marija Savić, verhindert durch die Aschewolke über Europa, nicht anreisen. Jedoch erklärte sich <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/12/mirjana-karanovic-eine-starke-personlichkeit/" target="_blank">Mirjana Karanović</a> gerne bereit, an der gut besuchten Diskussion mit <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/16/homosexualitat-auf-dem-balkan-interview-mit-dana-budisavljevic/" target="_blank">Dana Budisavljević</a> und <a href="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/2010/04/16/homosexualitat-auf-dem-balkan-interview-mit-yana-buhrer-tavanier/" target="_blank">Yana Buhrer Tavanier</a> teilzunehmen. Durch die Diskussion führte die Filmemacherin und Filmkuratorin Betty Schiel. Zum Auftakt wurde der Film „Queer Sarajevo Festival 2008“ von Masa Hilcisin gezeigt, der die gewalttätigen Übergriffe auf Besucherinnen und Besucher des Festivals, die Untätigkeit der Polizei und das Herunterspielen der Vorkommnisse von Politikern thematisierte.</p>
<p>In der anschließenden Diskussion waren folgende Leitfragen maßgebend: Wie kann die momentane Situation der südosteuropäischen Queer-Szene beschrieben werden? Wie sind die öffentlichen Reaktionen auf diese? Wie berichten die Medien? Gibt es lesbische Filme aus der Region?</p>
<p>Auf die Frage, warum sich Mirjana Karanović für die Rechte von queeren Aktivistinnen und Aktivisten einsetzt, antwortete sie, dass sie sich das noch nie gefragt habe, da es für sie völlig normal sei. Durch ihren Bekanntheitsgrad habe sie aber einen etwas größeren Einfluss und als Mensch könne sie ohnehin nicht einfach nur tatenlos zugucken. Sie gab an, dass es vor allem um „Visibility“, also um die Sichtbarkeit gehe. Dementsprechend passierten Übergriffe dann, sobald Homosexualität in irgendeiner Form einen öffentlichen Charakter annehme. In Ex-Jugoslawien sei Gewalt immer noch sehr präsent. Vor allem die Frustration in Bosnien und Herzegowina sei auf einem besonders hohen Level. Das nutzten Politiker aus und machten Lesben und Schwule zum neuen Feindbild.</p>
<p>Die Medien in Bulgarien berichteten zwar über die Attentate auf die Queer-Szene, verurteilen diese aber nicht. So gäben sie den homophoben Agressoren eine Plattform, über die sie unkommentiert ihren Hass im Fernsehen verbreiten können, berichtet Yana Buhrer Tavanier. Sie war auch von der  Machtlosigkeit der Polizei schockiert, die Sicherheit bei öffentlichen Queer-Aktionen nicht garantieren konnte oder wollte.</p>
<p>Dana Budisavljević sprach den Medien eine untergeordnete Rolle im Einfluss auf das Thema zu. Sie war der Meinung, dass die EU Druck auf die Politiker Südosteuropas ausüben müsse, damit diese sich für Demokratie und damit auch für den Schutz von Minderheiten, besonders auch der Queer-Szene einsetzen. Dennoch war es ihr wichtig, lesbische Filme mit einem aufklärerischen Charakter zu produzieren. Dies machte auch der während der Diskussion gezeigte Trailer zum Film „Family Meals“ deutlich: <a title="http://vimeo.com/8980123" href="http://vimeo.com/8980123" target="_self">http://vimeo.com/8980123</a></p>
<p>Filme wie dieser sollen zu mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit führen. Der Weg dorthin sei jedoch noch ein langer Prozess, darin waren sich die Diskussionsteilnehmerinnen einig. Als Faktoren für Homophobie wurden in der Diskussion in erster Linie Nationalismus und die undifferenzierte Auslegung von Religion angegeben. Diese Faktoren seien allerdings nicht voneinander zu trennen, sondern stünden in direktem Bezug zueinander. Auf die Publikumsfrage hin, ob man denn die Queer-Festivals der Region trotzdem besuchen sollte, lautete die Antwort von Yana Buhrer Tavanier: „Come! It&#8217;s dangerous but worth the fight.“</p>
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		<title>&#8220;Later we care&#8221; - Ein Dokumentarfilm über Demenz</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 22:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t.reymann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilderrätsel]]></category>

		<category><![CDATA[Filmrezensionen]]></category>

		<category><![CDATA[Inside Festival]]></category>

		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

		<category><![CDATA[Film]]></category>

		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[ Die Niederländerin Claire Pijman hat mit „Later we care“ einen sehr persönlichen Dokumentarfilm gedreht. Sie ist die Tochter von Jeane Pijman van Ruyven, einer alten Frau, die nach dem Tod ihres Ehemanns an Demenz erkrankt ist. Der Film schildert offen und anschaulich die Schwierigkeiten, mit denen Alzheimererkrankte und deren Angehörige zwangläufig konfrontiert werden.
Die Dokumentation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1951" title="later_we_care" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/later_we_care.jpg" alt="later_we_care" width="200" height="143" /> Die Niederländerin Claire Pijman hat mit „Later we care“ einen sehr persönlichen Dokumentarfilm gedreht. Sie ist die Tochter von Jeane Pijman van Ruyven, einer alten Frau, die nach dem Tod ihres Ehemanns an Demenz erkrankt ist. Der Film schildert offen und anschaulich die Schwierigkeiten, mit denen Alzheimererkrankte und deren Angehörige zwangläufig konfrontiert werden.<br />
Die Dokumentation „Later we care“ beginnt mit einem Rückblick auf das bewegte und erfüllte Leben von Jeane Pijman van Ruyven. Sie war Mutter von fünf Kindern, hat als Ärztin gearbeitet und wohnte mit ihrem Ehemann in Tilburg, bis er verstarb. Jeane Pijman van Ruyven kannte keine Zukunftsängste und ging stets mit einem Lächeln durchs Leben.</p>
<p><span id="more-2045"></span></p>
<p>Nach dem Tod des Partners wird Jeane Pijman van Ruyven schleichend von der Krankheit Alzheimer eingeholt. Zunächst zieht sie von Tilburg nach Amsterdam ins Haus ihrer Tochter Claire, der Regisseurin des Films, die bereits eine eigene Familie hat und einer Arbeit nachgeht. Als in der Nachbarschaft eine Wohnung frei wird, richtet sich Jeane Pijman van Ruyven dort ein. Der Tochter wird großes organisatorisches Geschick abverlangt, um sich gleichzeitig um ihre Kinder, ihren Job und ihre Mutter, die mehr und mehr ihre Aufmerksamkeit beansprucht, kümmern zu können. Claire fühlt sich zunehmend überfordert, aber sie liebt ihre Mutter und möchte sie nicht in einem Heim unterbringen, sondern eine andere Lösung finden.</p>
<p>Die Geschwister organisieren Pflegedienste und kümmern sich aufopfernd um ihre Mutter, aber das mildert weder die Krankheit noch die damit einhergehenden Probleme. Jeane Pijman van Ruyven irrt alleine durch Amsterdam, sie vergisst, auf die Toilette zu gehen oder wie man in ein Auto einsteigt. Einfachste alltägliche Dinge gelingen ihr nicht mehr. Sie scheitert bei dem Versuch, eine Tasse auf einer Untertasse abzustellen oder einen Deckel auf eine Kanne zu setzen. Zuerst vergisst sie, wie viele Töchter und Söhne sie hat. Später erinnert sie sich nicht mehr daran, dass sie überhaupt Kinder hat.</p>
<p>Jeane Pijman van Ruyven lebt in ihrer eigenen Welt. Sie scheint häufig abwesend und verwirrt. Oft fehlen ihr die Worte. Sie wirkt derart hilflos, dass die Tochter ihre demenzkranke Mutter mit den Worten beschreibt: „Sie ist es, aber sie ist es nicht.“ Jeane Pijman van Ruyven ist durch die Krankheit ein anderer Mensch geworden. Dies zu akzeptieren, ist für ihre Kinder sehr schwierig. Sie wollen nur das Beste für ihre Mutter, aber sie müssen realisieren, dass sie sich nicht unermüdlich um sie kümmern können, ohne selbst daran zu zerbrechen.</p>
<p>„Later we care“ ist ein sehr persönlicher und emotionaler Film, der durch seine Klarheit besticht und den Zuschauer über die Frage zum Nachdenken zwingt, wie er selbst in einer vergleichbaren Situation reagieren würde. Wie geht man damit um, dass die Menschen, die einem das Leben geschenkt haben, im Alter wie Kleinkinder gepflegt werden müssen? Wie lässt es sich mit seinem Gewissen vereinbaren, die eigenen Eltern in ein Seniorenwohnheim zu schicken? Wie kann man die eigenen Eltern in Würde altern lassen und wie möchte man eigentlich selbst die letzten Lebensjahre verbringen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>1A Wohlfühlzone beim Werkstattgespräch Bildgestaltung</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 19:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Mansi</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inside Festival]]></category>

		<category><![CDATA[Kino]]></category>

		<category><![CDATA[Regie]]></category>

		<category><![CDATA[Werkstattgespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Odeon trafen heute zwei hochkarätige Kamerafrauen aufeinander: Christina A. Maier und Sophie Maintigneux luden im Zuge des Internationalen Frauenfilmfestival Köln&#124;Dortmund Interessierte und Festivalteilnehmer zum Werkstattgespräch Bildgestaltung. Im gut gefüllten Kinosaal führte Maintigneux als Moderatorin durch das Gespräch mit Maier und befragte diese zu ihrer Arbeit bei einer Reihe ausgewählter Filme wie Nordrand, Esmas Geheimnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2030" title="werkstattgespraech" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/fotomaiermaintigneuxopti2.jpg" alt="werkstattgespraech" width="200" height="133" />Im Odeon trafen heute zwei hochkarätige Kamerafrauen aufeinander: <strong>Christina A. Maier</strong> und <strong>Sophie Maintigneux</strong> luden im Zuge des Internationalen Frauenfilmfestival Köln|Dortmund Interessierte und Festivalteilnehmer zum <strong>Werkstattgespräch Bildgestaltung</strong>. Im gut gefüllten Kinosaal führte Maintigneux als Moderatorin durch das Gespräch mit Maier und befragte diese zu ihrer Arbeit bei einer Reihe ausgewählter Filme wie Nordrand, Esmas Geheimnis und Na Putu.</p>
<p><span id="more-2018"></span></p>
<p><strong>1A Wohlfühlzone</strong></p>
<p>Maier und Maintigneux, die sich schon seit rund zehn Jahren kennen und die ein freundschaftliches Verhältnis miteinander verbindet, treffen nicht zum ersten Mal beim Frauenfilmfestival Köln|Dortmund aufeinander. Sie beide saßen schon beim Femme-Totale-Kamerapreis 2003 zusammen in der Jury.<br />
Die Freundschaft zwischen den beiden erfolgreichen Kamerafrauen ist beim Gespräch allgegenwärtig. Maintigneux, die mit ihrem französischen Akzent charmant durch das Gespräch führt, wünscht den Zuschauern eine „1A Wohlfühlzone“. Dieser Slogan hat sie nämlich schon morgens beim Zigaretten kaufen an der Tankstelle begeistert.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2023" style="float:right;margin:0 0 10px 10px" title="maier" src="http://festivalblog.or.yourweb.de/2010/wp-content/uploads/2010/04/christine-a-maier1.jpg" alt="maier" width="200" height="150" />Im Laufe des Gesprächs werden immer wieder Ausschnitte aus Filmen gezeigt, bei denen Christine A. Maier als Kamerafrau gearbeitet hat. Der erste Film ist <strong>Nordrand</strong>, der 1999 gedreht und auf internationalen Filmfestspielen mehrfach ausgezeichnet wurde. Maintigneux stellt detaillierte Fragen zu Kameraeinstellungen, der Vorgehensweise, ob mit Steady-Cam, Dolly oder einer Handkamera gedreht wurde und warum. Doch nie verstricken sich die beiden in zu komplizierte Fachsimpeleien. Die Zuschauerinnen und Zuschauer lauschen interessiert und haben stets die Möglichkeit zu Zwischenfragen, viele schreiben mit, möchten von dem Wissen der beiden profitieren.<br />
Neben mir sitzt Tatjana Turansky, die mit ihrem Film &#8220;Eine flexible Frau&#8221; im Debüt-Spielfilmwettbewerb teilnimmt. Sie ist zum Werkstattgespräch gekommen, um zu lernen: „Ich weiß noch, bei Nordrand war ich völlig beeindruckt von der Art der Inszenierung, und zwar sowohl der schauspielerischen als auch der visuellen Inszenierung.“</p>
<p>Das Gespräch zwischen Maintigneux und Maier dreht sich nun um <strong>Na Putu</strong>, dem neusten Film von Jasmila Žbanic. Maintigneux geht ins Detail, hinterfragt bestimmte Kameraeinstellungen – zum Beispiel, warum bei einer Autoszene die Kamera von innen filmt, und in einer anderen Szene von außen durch das Autofenster hindurch. Christine A. Maier steht Rede und Antwort, erzählt von ihren Erfahrungen mit den Wahhabiten vor Ort, von den Drehorten in Bosnien und den Helikoptern, die einmal täglich vorbeikamen, um nachzuprüfen, ob das Filmteam keine terroristische Gesinnung hat.</p>
<p>Ich – als Außenstehende, ohne nennenswertes Wissen über Kameras und Filmdrehs – habe längst gemerkt: Die beiden Frauen sind wahre Profis in dem was sie tun. Ihr Augenmerk verliert sich weder in Details noch werden diese vernachlässigt.<br />
Selbst ich als Laiin sehe die Filme nun anders, habe verstanden, welche Intentionen dahinter stecken können.</p>
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