Das Internationale Frauenfilmfestival 2018 geht zu Ende

Mit tosendem Applaus – insbesondere für die scheidende Festivalleiterin Silke J. Räbiger – ging am Sonntagabend das Internationale Frauenfilmfestival zu Ende. Das Publikum war begeistert und auch das IFFF-Team zog ein positives Resümee aus den sechs Festivaltagen.

Auch alle Bloggerinnen bedanken sich beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln für die spannenden Eindrücke. Wir freuen uns, dabei gewesen zu sein und blicken dem nächsten IFFF erwartungsvoll entgegen.
Vielen Dank an das gesamte Team des Internationalen Frauenfilmfestivals !

Video von Karla Wagner

Preisverleihung im Britney: Glückliche Gewinnerinnen und ein Abschied

Das Internationale Frauenfilmfestival 2018 ging vergangenen Sonntagabend mit einer festlichen Preisverleihung in der Außenspielstätte des Schauspiel Köln / Britney zu Ende. Die restlos ausverkaufte Veranstaltung war geprägt von emotionalen Höhepunkten und freudvoller Stimmung von Preisträgerinnen und Gästen. Standing Ovations gab es für das großartige Engagement einer Frau …

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„Moment mal – Alles Typen!“ – Gendergerechtigkeit in der Filmbranche

Im Alten Pfandhaus hieß es am 28. April einmal mehr: Diskutieren erwünscht! Diesmal zum Thema Some like it equal – Gendergerechtigkeit in der Filmbranche. Silke Räbiger führte durch die Diskussion, zu der als Gäste Grit Lemke von Pro Quote Film, Simone Stewens von der internationalen filmschule köln (ifs) und Katja Rivas Pinzon von CinematographersXX in der Runde saßen. Sie stellten ihre Projekte vor und diskutierten über ihre Pläne, wie diese Projekte die Filmbranche in Bezug auf die Geschlechterverteilung verändern sollen. Auch das Publikum war gefragt: Jede und jeder konnte sich durch Fragen und Anmerkungen oder sogar Vorschläge einbringen. Es entstand ein angeregtes Gespräch.

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Lust, Liebe, Leidenschaft und ein langer Tag voller „L Word“

Die Kultserie The L Word wurde zum ersten Mal 2004 in den USA und in Deutschland zwei Jahre später ausgestrahlt. Queere Frauen waren in den 2000er Jahren in Film und Fernsehen meistens nur Nebenfiguren. Die Serie gab ihnen endlich die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen und gesellschaftliche Probleme wie Rassismus und Klassenunterschiede sowie heikle Debatten, etwa um Religion und künstliche Befruchtung, aufzuzeigen. Der Serienmarathon zu The L Word fand am 28. April im Alten Pfandhaus statt und wurde von dem Magazin LMag präsentiert. Ganz neugierig, wollte ich dabei sein, mir ein Bild von der Veranstaltung machen  und hören, wie die Besucherinnen über die Serie denken.

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„Violenty Happy“: Nichts für zart Besaitete

„Bungee-Jumping ist gefährlicher als SM“, sagt Felix Ruckert im Dokumentarfilm Violently Happy. Der Film, für den Paola Calvo mit dem IFFF-Preis für die beste Bildgestaltung ausgezeichnet wurde, porträtiert ihn und sein Projekt „Schwelle 7“, einen Ort, wo sich Menschen bis 2016 treffen konnten, um extreme körperliche und sexuelle Erfahrungen zu machen.

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„Queerama“: Eine Collage der homosexuellen Filmgeschichte

„Man kann Homosexualität heilen. Es kommt aber darauf an, wie früh der Schaden angerichtet wurde.“ Solche Aussagen sind seltener geworden, bis zur Homo-Ehe war es ein weiter Weg. Queerama präsentiert dem Zuschauer Filmaufnahmen von den 20ern bis heute, die sich mit Homosexualität beschäftigen – ein beeindruckendes Panorama über ein Jahrhundert voller Veränderungen.

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Festival-Schnipsel – Hintergründiges zu Filmen und Wettbewerben

Wie kam Joya Thome auf die Idee, ihren Platz im Berufsleben in einem Regiestuhl zu suchen? Wie landet eine Achtjährige in einer Weltraummission? Und was versucht die 25-jährige María José, Protagonistin des Wettbewerbsbeitrags Medea, zu verbergen? Antworten auf diese und andere Fragen gab es bei der Pressekonferenz vor der Festivaleröffnung.

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„Jede Idee kommt im Netz zu Wort“: Queer vernetzt in Bild und Ton

Am Donnerstagabend hieß es im Alten Pfandhaus: Queer vernetzt in Bild und Ton. In der gleichnamigen Podiumsdiskussion stellten fünf Frauen ihre Projekte vor: Katharina Plaßmann, Kira Splitt und Stephanie Weber von The Queer L-Vlog, Laura Chlebos vom Blog Feminismus im Pott und die Regisseurin der Webserie Mixed Messages, Kanchi Wichmann. Sie diskutierten unter anderem, was das Internet für queer-feministische Projekte bietet, und berichteten, was ihre Projekte ausmacht und wie sie dazu gekommen sind.

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Filmbildung – Eindrucksvolle Bilder für die jüngsten Zuschauer

Das Filmprogramm des IFFF Dortmund | Kön für Kindertagesstätten und Schulen fand dieses Jahr im Filmforum des Museum Ludwig statt. Am Donnerstag besuchte ich mit meiner dreijährigen Tochter das Programm für die Jüngsten, bestehend aus vier Kurzfilmen. Die ersten Reihen des Kinosaales waren schon gut gefüllt mit Kita-Kindern, die sichtlich gespannt auf den Vormittag waren. Begleitet wurde die Veranstaltung von einer Medienpädagogin, die die Vorstellungen für die Kinder in Gesprächen in einen medialen Kontext einordnete.

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Rassismus an der Tagesordnung: NSU SPOTS

Wenn der Schmerz anerkannt wird, wenn wir trauern können und wenn wir unsere Geschichten erzählen können, nur dann werden Vergangenheit und Zukunft möglich.

In den NSU-Prozessen haben die Angehörigen der Opfer der NSU-Anschläge Gerechtigkeit und Raum für ihre Stimmen eingefordert. Im Mai letzten Jahres kamen über 3.000 Menschen zu einem zivilgesellschaftlichen Tribunal in Köln zusammen, um über andere Perspektiven auf den NSU-Prozess zu diskutieren, nach der Rolle der Behörden zu fragen und Antworten auf ungeklärte Fragen zu fordern. Im Zuge dieses Tribunals entstanden die NSU SPOTS – eine Auswahl von diesen Clips wird in diesem Jahr auch auf dem Internationalen Frauenfilmfestival am Sonntag um 17 Uhr im Alten Pfandhaus gezeigt. „Rassismus an der Tagesordnung: NSU SPOTS“ weiterlesen

„Estiu 1993 | Fridas Sommer“: Ein neues Leben

„Wo gehst du hin?“ – „Ich gehe zurück nach Hause.“ – „Warum?“ – „Weil mich hier niemand liebt.“ Carla Simón zeigt in ihrem autobiografischen Film Estiu 1993, wie die sechsjährige Frida sich nach dem Tod ihrer Eltern in ihrem neuen Zuhause einleben muss. Obwohl Onkel, Tante und Cousine sie liebevoll aufnehmen, hat das Mädchen Schwierigkeiten, mit der Situation klarzukommen. „„Estiu 1993 | Fridas Sommer“: Ein neues Leben“ weiterlesen

Sookee macht es vor – Feminismus im Hip-Hop

Der Jubel ist deutlich zu hören. Die Bühne wird von Lichtern bestrahlt, bevor der Beat einsetzt und eine maskierte Frau mit Mikrofon in der Hand die Bühne betritt. Es ist Sookee. Nora Hantzsch, mit bürgerlichem Namen, ist eine Rapperin. Sie ist in der ehemaligen DDR geboren und in West-Berlin aufgewachsen. Sookee ist für ihre queerfeministischen Texte bekannt, in denen sie sich gegen Homophobie und Sexismus engagiert. Ihr Engagement macht sich allerdings nicht nur in der Musik bemerkbar – wie Kerstin Polte in ihrem Dokumentarfilm Sookee – Von Seepferdchen und Schränken zeigt. „Sookee macht es vor – Feminismus im Hip-Hop“ weiterlesen

„Königin von Niendorf“: Seinen Platz im Leben finden

Die Sommerferien haben begonnen und für Lea ist der geplante Ausflug ins Sommercamp ins Wasser gefallen. Sie findet sowieso, dass die anderen in letzter Zeit alle komisch geworden sind, weil sie sich auf einmal für Schminke und Tanzen interessieren und sogar für Jungs!  Sie hat das Gefühl, nicht länger in ihre alte Clique hineinzupassen und weiß deshalb nicht, wo ihr Platz nun ist. Die Kartoffel-Gang, eine Jungsbande, der Lea zufällig über den Weg läuft, könnte die Lösung sein. Doch die wollen kein Mädchen aufnehmen, denn „Mädchen haben immer vor allem Angst!“

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Vorhang auf: Das IFFF Dortmund | Köln 2018 ist eröffnet!

Am Dienstagabend wurde offiziell auf den Beginn des diesjährigen Frauenfilmfestivals angestoßen. Zur Eröffnungsfeier im Odeon versammelten sich neben Regisseurinnen, Bildgestalterinnen und Schauspielerinnen auch Gäste aus Politik und Presse. Als eine von drei Jurymitgliedern erschien die österreichische Schauspielerin Ursula Strauss auf der Eröffnungsfeier. Im Foyer und in den vollbesetzten Kinosälen des Odeons herrschte eine ausgelassene Stimmung.

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Restaurant- und Kneipentipps rund um das Frauenfilmfestival

Wer vor oder nach einer Filmvorstellung oder einem Workshop einen Happen essen oder noch ein kühles Bier trinken gehen möchte, findet in unseren Tipps sicher das Richtige. Ob in der Nähe vom Alten Pfandhaus, dem Odeon, der Filmpalette, dem Filmforum oder nahe BRITNEY – die Links, auf den Karten grob verortet, zeigen euch direkt auf Google Maps an, wo es lang geht.

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A Woman Captured – eine Dokumentation über moderne Sklaverei in Europa

Moderne Sklaverei mitten in Europa?! „Nein, das gibt es nicht mehr“, hätte ich bis vor Kurzem ganz sicher behauptet. Doch der Dokumentarfilm A Woman Captured  der ungarischen Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter hat mich eines Besseren belehrt. Sie hat Marish, eine 53-jährige Ungarin, die seit zehn Jahren von einer Familie als moderne Sklavin gehalten wird, eineinhalb Jahre lang mit der Kamera begleitet. Eta, die Frau, die Marish als Dienerin eingestellt hat, führt einen Haushalt, der für hiesige Verhältnisse als Mittelklasse zu bezeichnen ist. Neben Marish gibt es im Haushalt noch weitere Diener, doch Tuza-Ritters Dokumentarfilm erzählt allein die Geschichte von Marish.

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„Ich hatte wirklich etwas Respekt davor!“ – Betty Schiel im Interview zu „Über Deutschland“

In der Kölner Ausgabe gibt es beim Internationalen Frauenfilmfestival immer einen wechselnden Länderschwerpunkt. Dieses Jahr ist Deutschland an der Reihe und unser Blick richtet sich nach innen. „Über Deutschland“ ist nicht nur der Fokus, sondern stellt auch die Frage „Was denkst du über Deutschland?“. Die Filmkuratorin Betty Schiel hat schon oft das Programm betreut, sei es zum Themenfokus Arabische Welt, Balkan, Türkei, Brasilien und vielen mehr. Jetzt erzählt sie über die Entstehung des Programms „Über Deutschland“, was in diesem Jahr anders war, über die Zusammenarbeit mit Kuratorinnen, Regisseurinnen, Künstlerinnen und welche Botschaft vermittelt werden soll.

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„Genderbende“: Leben außerhalb der Geschlechter

Mann, Frau, heterosexuell, homosexuell, bisexuell, asexuell… Es liegt in der Natur des Menschen, anderen Labels aufzudrücken, sie in eine Schublade stecken zu wollen, um sie einzuordnen. Doch was ist mit den Menschen, auf die keines dieser Labels passt? Sophie Dros zeigt in ihrem Film Genderbende fünf junge Menschen, die außerhalb von Labels leben.

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Lass mich mal zu Wort kommen! „I speak so you dont speak for me“

Was heißt es heute, für sich selbst zu sprechen und zu Wort zu kommen? Der Workshop „I speak so you dont speak for me“ fand am 14. und 15. April statt, dort wurde nach Antworten auf diese Frage gesucht. Am Abend der Preisverleihung wird das Projekt vorgestellt und gezeigt. Unter der Leitung der Filmemacherin und früheren Fotojournalistin Britta Wandaogo arbeiten acht Teilnehmer*innen an kleinen Videoprojekten und versuchen herauszufinden: Was will ich erzählen und wie? Ich wollte mir selbst ein Bild machen und habe die kleine Arbeitsgruppe besucht.

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Mit „draußen“ einen Blick ins Innerste werfen – eine dokumentarische Eröffnung

Der diesjährige Eröffnungsfilm des Internationalen Frauenfilmfestivals draußen erzählt die Geschichten von vier Menschen, die in Köln auf der Straße leben. Besonders ist dabei, dass die Protagonisten nicht nur über ihre Worte, sondern darüberhinaus über ihre Besitztümer porträtiert werden, die besonders in Szene gesetzt sind. Da ist zum Beispiel Elvis, der unter freiem Himmel lebt, dem es aber wichtig ist, dass sein Platz ordentlich und aufgeräumt ist. So ein „Gekruschel“ mag er nicht, was sollen denn die Leute denken, die vorbeigehen? Die Plastikblumen auf seinem improvisierten Tisch wirken keinesfalls fehl am Platz. In der Rolle der Vorbeigehenden erkennt sich der Zuschauer, ohne den Vorhalt eines erhobenen Zeigefingers. Vielmehr regen die Szenen zum Nachdenken an. Wann habe ich zum letzten Mal wirklich hingeschaut, wenn mir ein Obdachloser begegnet ist? Der Film gibt vielleicht nicht allen scheinbar unsichtbaren Randfiguren unserer Gesellschaft eine Kontur, aber mindestens seinen Protagonisten.

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Deutschland unter der Lupe – IFFF-Programm 2018

Geballte Frauenpower steht vor der Tür: Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln startet am 24. April 2018. Die Programm-Pressekonferenz des diesjährigen und somit 35. Festivals am 22. März im Kölner Odeon begann mit einer Überraschung:  Silke J. Räbiger wird das IFFF zum letzten Mal als Festivalleiterin eröffnen und begleiten, sie gibt ihr Amt ab. Räbiger war seit 1986 beim Dortmunder Festival ,femme totale‘ aktiv, hat dieses ab 1993 geleitet und seit 2006 dann das gemeinsame IFFF Dortmund | Köln verantwortet. Neben Räbiger erläuterten Kuratorin Betty Schiel und Stefanie Görtz als Pressesprecherin des Festivals die Highlights des Programms: die Wettbewerbe und den Länderfokus ÜBER DEUTSCHLAND.

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Wir bloggen wieder!

Nach einem Jahr Pause sind wir in diesem Jahr wieder mit unserem Festivalblog beim IFFF präsent. Wir versorgen euch regelmäßig mit News rund um das Festival, stellen Filme vor und liefern spannende Hintergrundberichte und Interviews. Das IFFF findet in diesem Jahr vom 24. bis 29. April in Köln statt. Die Sektion ,Fokus‘, die Länder-Sektion des Festivals, richtet in diesem Jahr den Blick nach innen: Unter dem Titel ,Über Deutschland‘ präsentiert das IFFF ein Programm als offenes künstlerisches und politisches Plädoyer für Vielfalt jenseits von Nationaldebatten. Insgesamt werden rund 100 Filme aller Längen und Genres auf dem IFFF zu sehen sein, mehr als 80 Regisseurinnen werden ihre Werke selbst präsentieren. Zu den Programm-Höhepunkten zählen neben dem Debüt-Spielfilmwettbewerb die Sektionen Panorama und ,begehrt! filmlust queer‘.